Mit großer Spielfreude begeisterte der Musikverein Friesenheim beim Neujahrskonzert. Gleichzeitig feierte das Orchester das 25-jährige Dirigentenjubiläum von Marco Kaulke.
Triumphal eröffnete der Musikverein Friesenheim sein Neujahrskonzert mit dem Titel „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss und zeigte auch im weiteren Verlauf des Konzerts besondere Spielfreude, musikalische Präsenz und Heiterkeit. Durch das Programm führten Monja Scharold, Sarah Großmann, Luisa Häusler und Leon Rottler.
In diesem Jahr feierte der Musikverein Friesenheim 25 Jahre mit seinem Dirigenten Marco Kaulke. Orchester und Dirigent eint dabei die Hingabe zur Musik, stets im Dialog auch mit dem Publikum. Leider blieben viele Stühle, aufgrund der Wetterverhältnisse unbesetzt. Die Spielfreude des Orchester blieb jedoch ungebrochen. Es feierte gebührend seinen Dirigenten und machte ihm alle Ehre.
Konzentriert blieb Dirigent Kaulke im direkten Dialog mit seinen Musikern. Aufmunternd und zufrieden lächelte er den gut 40 Musikern zu und das Publikum wurde Zeuge von vielen Wochen intensiver Probenarbeit. Immer wieder jubelten die Gäste zu den Stücken und machten gemeinsam mit dem Orchester aus dem Neujahrskonzert eine schwungvolle und erfrischende Feier.
Ausflug in Filmwelten kam beim Publikum an
So erfrischend und dynamisch war das Stück „That’s a Plenty“, das mit einem Blechbläserquintett interpretiert wurde. Patrick Müller, Christian Huber (beide Trompete), Hedi Ruh (Horn), Marvin Ruh (Posaune), und Klemens Rudolf (Tuba) begeisterten mit Orchester und einem Rhythmus, der in die Beine ging. Das Orchester beherrschte die Stimmungslage von dynamischem Bigbandsound bis zu berührenden und gefühlvollen Popsongs von Adele. Drei der größten Hits der britischen Sängerin Adele brachte das Orchester auf die Bühne.
Der musikalische Ausflug in Filmwelten und einzelne Szenen oder in eine große Halle mit dem Star Adele gelang. Einzelne Register zeigten starke Präsenz wie auch die Saxophonbesetzung, die am Altsaxophon neu mit Tanja Litterst besetzt wurde. Spannungsgeladen blieb die Fahrt „Back to the Future“ von Alan Silvestri. Energiegeladen ist der Film und die Interpretation der Filmmusik durch den Musikverein Friesenheim. Mittendrin Kaulke. Gegenüber der Lahrer Zeitung sagte er: „25 Jahre – es ist sehr schön. Das ist Familie und es wird weitergehen.“ Nichts anderes erwartet das Orchester und auch das Publikum.
Gleich zwei Zugaben gab es für das Publikum
Mit viel Schwung und Gefühl ließ es sich so gut ins neue Jahr starten. Da wurde der letzte Titel im offiziellen Programm „Das isch Musig“ von Christoph Walter zum erklärten Ausrufezeichen in musikalischer Hochform. Eine Mischung aus Marsch, Blues und Groove lieferte den notwendigen Mix für ein Maximum an Spielfreude. Ohne Zugaben wollte das Publikum das Orchester nicht entlassen. Umso rasanter wurde die Fahrt mit der wunderbaren Stimme von Mezzosopranistin Anja Meyer-Rettberg, die mit dem Orchester und der Zugabe „Strike up the band“ von George Gershwin dem 25-jährigen Dirigentengeburtstag eine weitere Krone aufgesetzt hat. Kaulke meinte: „Wo Menschen singen, lass dich nieder.“ Für das Orchester gilt der Zusatz: „Wo Menschen musizieren, ist die Welt eine viel schönere.“ Zur zweiten Zugabe war das Publikum eingeladen mitzusingen. Auf den Sitzen lagen Texte zum Lied „Freude schöner Götter Funken“ aus. Nur wenige haben mitgesungen. Viel lieber haben die Gäste der Stimme von Meyer-Rettberg gelauscht. Danach hat sich leider der rote Vorhang geschlossen.
Ehrung
Marco Kaulke wurde vom Vorstand für den Geschäftsbereich Präsentation, Gudrun Killius, für seine 25 Jahre Dirigententätigkeit geehrt.