Sechs Teams der Gemeinschaftsschule Neubulach präsentierten ihre Projekte beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb. Gleich zwei Teams fahren weiter zum Landeswettbewerb.
Mit sechs Projekten war die Gemeinschaftsschule Neubulach beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ vertreten. Und das mit gutem Erfolg.
Bärenstark! Das Gummibärchen-Phänomen
Ein Gummibärchen fällt ins Wasser – und was passiert jetzt? Das hatten sich Klara Rathfelder (11), Luisa Schmitt (10), Aaliyah Karanci (11) gefragt. Mit verschiedenen Gummibärchensorten und Wasserarten haben sie erforscht, wie stark die Süßigkeiten aufquellen. Gummibärchen etwa wachsen wegen der enthaltenen Gelatine um ein vielfaches an, während die recht harten Katjes in Form bleiben. Die wichtigste Nachricht ist auf jeden Fall: Auch nach dem Wasserbad sind die Bärchen noch essbar – wenn vielleicht auch nicht mehr so wie gewohnt. Für das Projekt gab’s einen ersten Preis, die Weiterleitung zum Landeswettbewerb und einen Eintrittsgutschein zur Experimenta.
Warum blüht Schokolade?
Die Schokolade im Auto vergessen – und schon bilden sich unschöne weiße Linien. Warum die Schokolade „blüht“ können Nicole Thomas (12), Sophie M. (12) und Zoé Mila Ruddeck (11) erklären: Beim Erhitzen steigen Zucker und Fett hervor, die dann entsprechende Flecken bilden. Schokolade, die schon geschmolzen ist, blüht übrigens schneller. Für „Jugend forscht“ haben die drei Mädchen mit Wärme, Kälte, Luftfeuchtigkeit und verschiedenen Kakaoanteilen experimentiert. Aber selbst mit hässlichen Flecken: Die Schokolade ist immer noch essbar! Für ihre Arbeit bekamen sie einen 2. Preis.
Keimkraft: Wachstum, Umwelt und Hygiene von Sprossen
Unter welchen Bedingungen gedeihen Sprossen am besten? Das hatte sich das Dreierteam aus Evangeline Parusel (12), Gideon Kugel (11) und Samuel Hoffmann (12) genauer angesehen. Es zeigte sich: violettes Licht mögen die Pflänzchen. Aber Sonnenlicht geht genauso, da braucht es dann nur etwas länger, bis sie wachsen – wenn auch nur ein paar Stunden. Und beim Wasser? Salzwasser geht gar nicht, zeigte sich. Am besten: Einfach zweimal am Tag mit ganz normalem Leitungswasser gießen! Für ihr Projekt bekamen die drei einen Eintrittsgutschein ins Panoramabad Freudenstadt sowie drei „Pick a Pen“-Spiele.
Saubere Sache: Was nach dem Spülen wirklich auf dem Teller bleibt
Die Spülmaschine ist fertig und das Geschirr sauber – Moment, wirklich? Talia Anna Dogan (10) zeigt in ihrem Versuch etwas ganz anderes. Kleinstpartikel bleiben von Spülmaschinentabs zurück, gelangen übers Geschirr ins Essen – und damit in den Körper. Das ist nicht grade gesund. Talia hat deshalb mehrere Tabs getestet, wie viel Rückstände von ihnen zurückbleiben. Für das Projekt gab’s ein Jahresabonnement des GEOlino-Magazins.
Stresshormonmessung bei Pferden
Silvesterböller stehen in der Kritik – unter anderem, weil der Lärm bei Tieren enormen Stress auslöst. Merle Ahsbahs (12), Annabel Schmitt (13) und Sofia C. (12) waren schon im vergangenen Jahr dabei und haben erforscht, welchen Stress Silvesterböller oder etwa eine Operation bei den Tieren auslöst. Nun haben die drei ihre eigene Methode überprüft, mit der sie damals den Stress gemessen haben. Ein Marker erwies sich tatsächlich als unbrauchbar. Außerdem ging es jetzt auch darum, wie Pferde beruhigt werden können. Und: Musik – in diesem Fall der Soundtrack von Forest Gump – half tatsächlich beim Runterkommen. Für das Projekt gab es einen 3. Preis und den IHK-Sonderpreis für einen „langen Atem“.
Der Orangensaft-Check: Wie viel Vitamin C steckt wirklich drin?
Ziemlich gesund kommt die Orange daher – aber was ist mit Orangensaft? Anna-Lena Dörrer (10), Jule Schrade (10) und Rosa Schwenker (9) haben sich verschiedene Säfte aus dem Einzelhandel vorgenommen und auf ihren Vitamin-C-Gehalt getestet. „Wir waren überrascht – die Biosäfte haben schlecht abgeschnitten“, meinte Rosa. Für diese alltagstaugliche Forschung gab es einen ersten Preis, die Weiterleitung zum Landeswettbewerb und einen IHK-Sonderpreis für eine hervorragende Projektpräsentation.