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Oppenau Suche nach Bewaffnetem: Jetzt spricht seine Mutter

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Von dem 31-jährigen Yves R. fehlt weiterhin jede Spur. Er wird in den Wäldern rund um Oppenau vermutet. Foto: dpa

Oppenau - Nach und nach wird mehr über den flüchtigen Yves R. bekannt. Die Meinungen über den 31-Jährigen gehen im Ort auseinander. In einem angeblichen Facebook-Statement seiner Mutter nimmt diese ihren Sohn in Schutz. Was sie sonst über den Gesuchten zu sagen hat, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Das Wetter hat an Tag vier der Großfahndung nach Yves R. umgeschlagen. Im Renchtal fällt beständig Nieselregen, es ist kühl geworden. Trotzdem harrt der Gesuchte – so vermutet die Polizei – weiterhin irgendwo im Wald um Oppenau (Ortenaukreis) aus. Er versteckt sich vor der Ordnungsmacht, die zwischenzeitlich mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften, Suchhunden, Hubschraubern und ortskundigen Helfern nach dem ­31-Jährigen fahndete.

Wie konnte ein Mann vier Beamte entwaffnen?

Am Sonntagmorgen hatte er in einer Gartenhütte oberhalb des Schwarzwaldorts vier Beamte mit vorgehaltener Pistole entwaffnet. Mit deren Dienstwaffen ist er anschließend in den Wald geflüchtet. Seitdem fahndet die Polizei nach ihm. Doch was ist Yves R. für ein Mensch?

Chaot oder "Bomben-Kerl"?

Nach und nach wird mehr über ihn bekannt. Die Meinungen über den Mann, auch im Ort, gehen weit auseinander: "Er ist ein Chaot und unberechenbar", wird ein ehemaliger Vermieter in lokalen Medienberichten zitiert. Er habe nach dem Auszug des "Waffennarrs" erstmal renovieren müssen.

Ein nach eigener Aussage guter Freund des 31-Jährigen beschreibt ihn indes als "Bomben-Kerl" – hilfsbereit, freundlich, nur eben etwas anders sei er gewesen. Gemeinsam seien sie früher oft auf Mittelaltermärkten unterwegs gewesen.

Hier geht es zur Fahndungsseite mit einem Foto des Gesuchten

Zwischenzeitlich kursierte auch ein Facebook-Statement, augenscheinlich von R.s Mutter, im Internet: "Yves ist kein gewalttätiger Mensch", erklärt sie in einer kurzen Stellungnahme. Sie denke, er habe nur Angst, wisse nicht weiter. "Er wird gejagt wie ein wildes Tier", konstatiert sie und befürchtet, die Situation könnte tragisch enden, ihr Sohn erschossen werden.

Kritik übt R.s Mutter an der Darstellung ihres Sohnes in Presse und Fernsehen. "Ich bin sehr traurig, welche Macht Medien haben können, über einen Menschen zu urteilen, den sie nicht kennen", erklärt sie. Er sei vielleicht ein "Exot", doch er habe die Chance verdient, sich in die Gesellschaft einzufügen, wie er eben sei.

Manifest erweist sich als wenig hilfreich

Fakt ist, dass R. vorbestraft ist: Oberstaatsanwalt Herwig Schäfer, Leiter der zuständigen Staatsanwaltschaft in Offenburg, hatte bereits bei einer Pressekonferenz am Dienstag erklärt, dass der ­31-Jährige seit seiner Jugend immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei. Hervorzuheben: Im Jahr 2010 verletzte er eine Frau mit einer Armbrust schwer – drei Jahre und sechs Monate Jugendstrafe waren die Konsequenz. Seit dem dürfe R. auch keine Waffen mehr führen, erklärte Schäfer.

Suche im Wald wird vorerst eingestellt

Ein Manifest, das Medien dem Flüchtigen zuschreiben, hat sich zwischenzeitlich als wenig hilfreich erwiesen. Darin soll er die zunehmende Technisierung des Lebens kritisieren. Der Text war wohl in einer Kneipe hinterlegt worden. Ob das Dokument wirklich von dem 31-Jährigen stammt, konnte Polizeisprecher Yannik Hilger am Mittwoch nicht sagen. Die Polizei habe jedoch Hinweise darauf. Es handele sich um eine Sammlung unterschiedlicher Textstellen aus verschiedenen Quellen. "Aus den Äußerungen lassen sich keine neuen Erkenntnisse über seine Gefährlichkeit gewinnen", lautet die Bewertung des Polizeisprechers. Zur "Lagebewertung" trage das Manifest nur wenig bei.

"Gehen unterschiedlichen Hinweisen nach"

Derweil läuft die Suche nach Yves R. weiter – allerdings nicht mehr im selben Ausmaß wie am Montag. Dennoch: "Nach wie vor sind wir mit Spezialkräften unterwegs, gehen unterschiedlichen Hinweisen nach", erklärt Hilger.

Mehr über die Flucht von Yves R. und die Suche nach ihm lesen Sie auf unserer Themenseite.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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