Mit einem sympathischen Auftritt von Giovanni Zarrella fand das Festival einen runden Abschluss. Fürs kommende Jahr versprechen die Macher jetzt schon ein „extrem gutes Programm“.
Ein XXL-Paket von fünf Bühnenabenden in Folge hatten die Macher des Schopfheimer Sommersound um Christoph Römmler in diesem Jahr geschnürt - so viel wie nie zuvor. Ein jeder auf seine Weise besonders, und für ein je eigenes Publikum passend: Der Marktplatz wurde zum tanzenden Tollhaus für Partygänger (Culcha Candela), Brass-Pop-Fans (Querbeat) oder die ganze Familie (Revolverheld), die Künstler nahmen die Zuhörer mit auf einen rockigen Ritt durch die Rock- Pop-Geschichte mit der „Kraft der Liebe“ als rotem Faden (SWR 1 Pop & Poesie) und entführten sie zum Finale auf eine schwelgerische Tour nach „Bella Italia“ (Giovanni Zarrella).
Wenngleich nie ganz ausverkauft, waren die Veranstaltungen doch durchweg „gut bis sehr gut besucht“, so dass sich die Zahl der Gäste am Ende auf etwa 9000 summierte, bilanziert Römmler gegenüber unserer Zeitung. Nach teils etwas verhaltenem Auftakt habe der Vorverkauf einen enormen Endspurt hingelegt.
Auch das Wetter spielte seine Rolle in der diesjährigen Auflage perfekt: Sommerlich warm, aber nicht zu heiß, und vor allem trocken. Einzig am letzten Festivaltag gab es einen kurzen Zitter-Moment: Ein mächtiges Grollen über den Warteschlangen am Einlass zeugten davon, dass sich irgendwo in der Nähe ein Gewitter herumtrieb - mehr als ein paar Tropfen aber warf das ganze dann doch nicht ab. Ein lauer Sommerabend bot somit das perfekte Ambiente für die Reise durch die Welt der italienischen Schlager, auf die Giovanni Zarrella seine Fans am letzten Sommersound-Abend mitnahm.
Nähe zum Publikum
Mit seiner charmanten Art und zugewandten Ansagen schaffte der Sänger und Entertainer mit schwäbisch-italienischen Wurzeln es im Nu, die Nähe zum Publikum herzustellen. Ein großes Übriges tat die Musik, die den Bogen von „Lasciatemi Cantare“ über „Volare“ bis „Caruso“ spannte. Dabei zeigten sich die Fans im augenzwinkernd umbenannten „Sciopfeimo“ so textsicher, dass Zarrella sie kurzerhand zum Lieblingspublikum erklärte.
Ausblick aufs kommende Jahr
„Das Wetter gut, die Leute super drauf, die Künstler top abgeliefert, die Stimmung jeden Tag Bombe und alles friedlich und entspannt: Wir sind total zufrieden“, bringt Christoph Römmler das Sommersound 2025 im Rückblick auf den Punkt – und blickt direkt schon schon voraus auf die nächste Auflage: „Das Line-Up ist komplett, und ich finde es extrem gut“, hatte Festival-Chef schon vor einigen Wochen erklärt. Inzwischen seien alle Unterschriften in trockenen Tüchern, vermeldet Römmler nun – und verspricht, dass innerhalb der kommenden zwei, drei Wochen dann auch die Namen verraten werden.
Klar ist schon jetzt: Das Sommersound 2026 fährt wieder in kleinerem Format in Schopfheim vor. Grund ist das durch die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr begrenzte Zeitfenster: Das Sommersound wird die drei „freien Tage“ zwischen Halbfinale und Finale bespielen, vom Donnerstag bis Samstag, 16. bis 19. Juli.