Franz Ferdinand und Ingrid Prassl sind zufrieden, was sie miteinander erreicht haben. Heute feiert das Ehepaar, das seit 2012 in Onstmettingen wohnt, Goldene Hochzeit.
„Unsere 50 Ehejahre können wir mit dem Wetter vergleichen: Es gab schöne Tage, aber auch Regentage“, erzählen Franz Ferdinand und Ingrid Prassl. „Wir hatten einst beide recht wenig, haben uns bescheiden etwas aufgebaut, auf das wir stolz sein können“, meinte das Ehepaar.
Die Jubelbraut wurde am 23. März 1955 als Ingrid Zinser in Stuttgart geboren, wuchs mit einem Bruder auf und absolvierte nach ihrer Schulzeit eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten in Fellbach.
Franz Ferdinand Prassl erblickte am 25. April 1953 in Karbach in der Südoststeiermark das Licht der Welt, hatte drei Geschwister und absolvierte in Zürich eine Lehre als Karosseriebauer und Autolackierer. Dem Militärdienst in Österreich folgte 1972 der Weg nach Deutschland. Er landete – „ich war früher immer allein unterwegs“ – in Fellbach.
Mit der Straßenbahn zurück nach Fellbach
An einem Samstag im April 1973 war er mit einem Kumpel in der Stuttgarter Diskothek „Tenne“, ebenso wie Ingrid Zinser mit ihren Freundinnen. Es habe gleich gefunkt, sie seien zusammen mit der Straßenbahn zurück nach Fellbach gefahren, erinnert sich das Jubelpaar. „Tags darauf folgte gleich unser erster Spaziergang“, berichten die Eheleute. Standesamtlich heirateten sie in Fellbach, kirchlich in der Lutherkirche Stuttgart. 1980 wurde ihr Sohn Markus geboren.
Nach dem Berufsleben ins Traumhaus in Albstadt
Das Ehepaar arbeitete bis zur Rente in ihren Berufen in Fellbach. Ihr Ziel war dann ein eigenes Haus irgendwo auf dem Land. Im Internet wurden sie auf ihr Eigenheim auf dem Hohberg aufmerksam, das ihnen gleich gefiel. „Es war mein Traum vom Baustil her – und freistehend“, kommentiert Franz Ferdinand Pralls. Nach dem Kauf im April 2003 zogen sie im Januar 2012 ein, sie stellen eine tolle Nachbarschaft heraus.
Das Ende des Kohlenmeilers
Freunde hätten sie schnell am Stammtisch in der ehemaligen Kegelstube gefunden. Dazu gehörte auch Gottlob Ast, bekannt von den Kohlenmeilern des Albvereins auf dem Raichberg. Er konnte Franz Ferdinand Prassl dafür begeistern, der von 2008 bis zum Vorjahr, als es den Kohlenmeiler letztmals gab, dort mithalf.
Das Ehepaar erzählt von schönen Urlauben in Österreich, Spanien und Kroatien. Vor allem das Skifahren war ihr große Traum: Jährlich ging es zum Winterurlaub nach Berwang in Tirol.
Heute verbringen sie ihre Zeit mit den beiden Hunden Nicky und Hexle. Der Jubelbräutigam spielt gerne Ziehharmonika, auch im Benevit Haus Raichberg und bei Familienfesten. Die Goldene Hochzeit feiern die beiden im Familienkreis zu welchem auch drei Enkel gehören, gefeiert.