Die Firma "onetop" mit Sitz in St. Georgen hat sich auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert. Für Firmen aber auch Einzelhändler und Gastronomen sei es aktuell wichtig, dass der eigene Internetauftritt schnell und unkompliziert bei Google und Co gefunden wird.
St. Georgen - Seit einem Jahr ist die "onetop Marketingagentur" im Technologiezentrum ansässig. Firmengründer und -chef Steffen Hoss und sein Team erarbeiten hier Konzepte, welche von der Suchoptimierung bis zur Erstellung des kompletten Internetauftritts eines Unternehmens reichen können.
Gegründet hat Hoss "onetop" schon 2014 in Schramberg. Damals war er noch als Einzelunternehmer unterwegs. Ihn hätten schon immer die Hintergründe interessiert, aus welchen manche Firmen leicht in Suchmaschinen gefunden können, andere nicht. Aufgrund dieses Interesses habe er sich zusehends mit dem Thema auseinandergesetzt, woraus schließlich seine Geschäftsidee entstand.
Viele Firmen geben dem Internetauftritt keine hohe Priorität
Mit den Jahren sei die Suchmaschinenoptimierung immer umfang- und facettenreicher geworden, da bringe es nicht viel, nur Optimierungen in einem kleinen Bereich vorzunehmen. Deshalb habe Hoss sich 2018 dazu entschlossen, sein Einzelunternehmen in eine GmbH umzuwandeln. Da er selbst aus Villingen-Schwenningen stammt und seine Frau sowie mehrere Mitarbeiter aus St. Georgen kommen, war es für ihn naheliegend, den Firmensitz Anfang 2020 ins Technologiezentrum St. Georgen zu verlegen. Hier habe er bisher sehr gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel was die Vernetzung der Unternehmen oder die Infrastruktur wie etwa Besprechungsräume angeht, so Hoss. Letztere stünden zu sehr fairen Konditionen zur Verfügung.
Inzwischen beschäftigt er acht Mitarbeiter, mit denen er sich der Aufgabe widmet, seine Kunden optimal im Internet zu präsentieren. Ausschlaggebend sei dabei, alle aktuellen Anforderungen der digitalen Welt zu erfüllen, zum Beispiel was die gute Darstellung des Webauftritts auf mobilen Geräten oder Datensicherheit angehe. Ein weiterer Punkt ist der Auftritt in den sozialen Medien oder auf speziellen Industrieportalen.
Am Beginn eines Auftrags stehe für Hoss immer eine Markt- und Potenzialanalyse, die auch Mitbewerber umfasst. Wichtig sei, zu wissen, wie mögliche Kunden das Internet absuchten. Erst dann sei es möglich, eine Strategie für die Onlinepräsenz zu erarbeiten. Dabei strebe "onetop" eine langfristige Zusammenarbeit mit seinen Kunden an, da sich im Online-Umfeld ständig Änderungen ergeben würden.
Viele Firmen scheuten bis vor kurzem vor den Investitionen zurück beziehungsweise gaben dem Internetauftritt keine hohe Priorität, so Hoss. Gerade Einzelhändler hätten in der letzten Zeit aber verstanden, wie wichtig es sei, Kunden aus der Region im Internet eine Einkaufsmöglichkeit zu bieten. Wer heutzutage online nicht präsent sei, lebe vielleicht noch von Kunden der Vergangenheit, wertvolle Neukunden gingen aber verloren, und das unabhängig von der Branche. Mehr als 90 Prozent der Interessenten informierten sich zuerst online.
Auch kleine Firmen, sowie Einzelhandel und Gastronomie im Fokus
Das gelte auch für kleine Unternehmen oder Einzelhändler, Beauty-Shops oder Restaurants, für die auch kostengünstige Lösungen realisierbar seien, so wirbt Hoss.
Ein Anreiz, der seinen Kunden den Einstieg in der Internetpräsenz erleichtere ist, dass es zunehmend staatliche Zuschüsse für Projekte im Bereich der Digitalisierung gibt, nicht nur was die Anfangsinvestition sondern auch laufende Kosten betrifft. Da die Informationen über diese Möglichkeiten aber für viele nicht transparent genug zugänglich seien, informiere man darüber zum Beispiel bei Veranstaltungen der Industrie- und Handelskammer, die nächste ist für Mai diesen Jahres angedacht. "onetop" sei ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie autorisiertes Beratungsunternehmen, wie Hoss betont.
Inzwischen kümmere sich die Firma auch um den eigenen Nachwuchs und beschäftige mehrere Azubis in den Bereichen Mediengestaltung oder Bürokommunikation. In Planung sei auch die Kooperation mit einer Hochschule, um ein duales Studium oder Praktikumsstellen anbieten zu können, für die immer Bedarf bestehe, so heißt es.
Regelmäßig schafft es das Technologiezentrum (TZ) in die Schlagzeilen. Mal geht es um abgeräumte Preise, mal um den Besuch eines Ministers. Doch wer arbeitet dort eigentlich? Von wem wird es geleitet? Und wie kam es zu dessen Gründung?
Die Serie "Hinter den TZ-Kulissen" gibt einerseits einen Einblick in die Arbeit des Zentrums, zum anderen werden die dort ansässigen Unternehmen vorgestellt. Vom Software-Entwickler über Marketingfirmen bis hin zu echten Umwelthelden – die relativ unbekannten Firmen stellen sich den Lesern des Schwarzwälder Boten vor. In unregelmäßigen Abständen porträtieren wir je ein Unternehmen. Den Auftakt bildete ein Rückblick auf die Gründung, die bisherige Entwicklung und eine Einordnung der Arbeit.