89 Tage sind seit dem Moment für die Ewigkeit vergangen. Am 20. Februar bestieg Skicrosserin Daniela Maier den Olymp, holte Gold. Rund 9000 Kilometer entfernt reizen andere Berge.
Der Alltag hat die Schwarzwälderin wieder. „Heute standen in München die üblichen Leistungstests an. Es ging dabei darum, die Ausgangswerte für die kommenden Wochen zu bestimmen“, hat die Skicrosserin des SC Urach schon den Winter im Blick, bei dem die 30-jährige Furtwangerin gerne zum ersten Mal den Gesamtweltcup für sich entscheiden würde.
Doch dies, genauso die kommende Weltmeisterschaft in Österreich (Montafon), ist derzeit noch weit, weit weg. „Wir gehen zwar in gut zwei Wochen am Stilfser Joch trainieren, doch danach ist erst einmal Schneepause“, wird Daniela Maier im Sommer in Sachen Fitness, Kraft oder Schnelligkeit ihre Hausaufgaben für die Wintersaison 2026/27 machen.
Die Enttäuschung
Apropos kommende Weltcups. Nun steht fest, wo die weltbesten Skicrosserinnen und Skicrosser um wichtige Punkte kämpfen. „Leider wieder nicht in Deutschland, dies ist schon enttäuschend“, ärgert sich Daniela Maier, dass trotz ihres Olympiasiegs und „der starken Leistungen unseres gesamten Teams“ der Weltcup-Zirkus einen Bogen um Deutschland macht. Es gehe somit eine Chance verloren, den Skicross hier noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Gut fünf Jahre ist es nun her, dass Maier und Co. ein Heimspiel auf dem Feldberg absolvierten.
Der Empfang
Umso mehr genoss die Olympiasiegerin vor wenigen Wochen ihren großen Auftritt in Furtwangen. Gut 500 Besucher bereiteten Daniela Maier in der Festhalle einen unvergesslichen Empfang. „Das war einfach gigantisch“, wird die Skicrosserin diese Stunden in der alten Heimat, Maier lebt seit Jahren im bayerischen Marquartstein, nie vergessen.
La Réunion
Genauso unvergesslich waren die Tage, welche die Olympiadritte von 2022 auf der Insel La Réunion – rund 9000 Kilometer entfernt vom heimischen Furtwangen – im Indischen Ozean verbrachte. „Das war traumhaft“, zog es die 30-Jährige im französisches Übersee-Departement natürlich auch auf die zum Teil über 3000 Meter hohen Berge. Aber natürlich lockten auch die Strände der Vulkaninsel zwischen Mauritius und Madagaskar.
Neben dem Empfang in Furtwangen und der Zeit auf La Réunion hebt Maier noch ein Ereignis hervor. „Der Besuch im ZDF-Sportstudio war etwas ganz Besonderes“, zeigte die 30-Jährige Mitte März an der berühmten Torwand, dass sie auch mit dem Fußball umgehen kann.
Insgesamt habe der Olympiasieg ihr Leben aber kaum verändert. „Eigentlich sogar gar nicht. Ich werde schon mal darauf angesprochen, doch dies ist eher selten der Fall“, lässt sie die vergangenen 89 Tage seit ihrem großen Triumph in Livigno Revue passieren.
Weltcup und WM
8. bis 11. Dezember: Val Thorens (Frankreich).
14. bis 16. Dezember: Arosa (Schweiz).
17. bis 20. Dezember: Innichen (Italien).
14. bis 17. Januar: Reiteralm (Österreich).
21. bis 24. Januar: Val di Fassa (Italien).
28. Januar: Veysonnaz (Schweiz).
4. bis 7. Februar: Sarajevo (Bosnien und Herzegowina).
25. bis 28. Februar: Kopaonik (Serbien).
4. bis 7. März: Gällivare (Schweden).
12. bis 14. März: WM, Montafon (Österreich).
18. bis 21. März: Craigleith (Kanada).