Ein Weltcup-Comeback kurz vor Olympia, eine verdiente Auszeit in der bayerischen Wahlheimat und eine Europameisterschaft: Jana Fischer (Snowboardcross), Daniela Maier (Skicross) und Janina Hettich (Biathlon) verbringen das Wochenende unterschiedlich.
"Ich war mit den Rängen sechs und sieben in Idre Fjäll zufrieden. Die Form stimmt", sammelt Skicrosserin Daniela Maier (SC Urach) nach dem Schweden-Trip erst einmal in Marquartstein (Landkreis Traunstein) wieder neue Kräfte. In der kommenden Woche fährt die 25-Jährige nach Cortina d’Ampezzo, in den Dolomiten geht es um den Feinschliff für die Olympischen Spiele. "Wir sind erst am 17. Februar dran, fliegen deshalb auch erst am 9. Februar nach Peking", hofft die Furtwangerin bei ihrem olympischen Debüt auf zumindest den Halbfinal-Einzug. "Aber natürlich träume ich auch von einer Medaille."
Jana Fischer
Die "Königin der Dolomiten", wie Cortina d’Ampezzo genannt wird, ist auch das Ziel von Jana Fischer. Doch die 22-Jährige ist bereits im Norden Italiens angekommen. "Heute testen wir erstmals den Kurs", freut sich die Bräunlingerin am frühen Donnerstagmorgen riesig auf ihr Comeback. Es ist fast genau ein Jahr her, dass Fischer ein Rennen bestritt. Bei der WM im schwedischen Idre Fjäll stürzte die Snowboardcrosserin im vergangenen Februar schwer, fiel lange mit einem Schädelhirntrauma aus. Im November 2021 stoppte Fischer dann eine Schultereckgelenksprengung. Der Traum von der zweiten Olympia-Teilnahme schien geplatzt. Doch die Genesung verlief optimal, vor gut einer Woche wurde Fischer doch noch für Peking nominiert. "Jetzt aber freue ich mich riesig auf mein Comeback im Weltcup", will sich Jana Fischer am Samstagnachmittag in Cortina d’Ampezzo zunächst für die Heats qualifizieren. Diese steigen dann ab 19 Uhr unter Flutlicht.
Janina Hettich
Janina Hettich (SC Schönwald), die nicht für die Winterspiele in Peking nominiert wurde, verpasste bei der Biathlon-Europameisterschaft am Arber im Einzel durch zwei Fehler im entscheidenden Schießen den Sieg. Die Lauterbacherin hatte zunächst die ersten drei Schießen fehlerfrei beendet. 15 Schuss, 15 Treffer – besser geht es nicht. Damit lag die 25-Jährige in Führung. Im letzten Liegendanschlag verfehlte sie aber dann zwei Scheiben. Dank einer starken Laufzeit kam sie aber noch auf den guten sechsten Rang. Weiter geht es für die Biathletinnen am Freitag (14 Uhr) mit einem Sprint, dem sich am Samstag (13.30 Uhr) die Verfolgung anschließt. Abgeschlossen wird die EM am Sonntag mit der Mixed-Staffel (10.30 Uhr) und der Single Mixed-Staffel (13.30 Uhr).