Skiakrobatin Emma Weiß aus Albstadt hat das olympische Finale im Aerials erreicht – in den Kampf um die Medaillen kann sie aber nicht eingreifen.
Am Ende war die Konkurrenz zu stark: Emma Weiß aus Albstadt erlebte zwar den bisherigen Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere mit dem Einzug ins olympische Finale. Dort aber hatte sie in einem hochklassigen Wettkampf keine Chance, ins Superfinale der besten sechs einzuziehen.
Nach einer starken Vorstellung in der Qualifikation versuchte die 26-Jährige, mit ihrem schwersten Sprung, dem sogenannten Back Double-Full-Full, ihre Chance zu nutzen, doch sie konnte den Sprung nicht stehen, stürzte und fand sich auf Platz 12 wieder.
Im zweiten Durchgang setzte sie daher wieder auf ihren schlechter bewerteten Sprung, den sie aus dem Effeff beherrscht, den Back Full-Full, holte trotz einiger Abzüge für Form und Landung 75,28 Punkte und blieb auf Platz 12.
Emma Weiß genießt den Erfolg
Allerdings hätte sie mit diesem Sprung keine Chance gehabt, die für das Vordringen unter die besten sechs nötigen 107,75 Punkte zu erzielen. Und das war Emma Weiß auch bewusst. Daher haderte sie auch nicht mit dem Sturz in Durchgang 1. „Ich hätte es mit meinen Sprüngen gar nicht ins Super-Finale geschafft. Das passt alles so, wie es ist“, zog die Albstädterin ein insgesamt positives Fazit. „Das war ein guter Tag insgesamt“, meinte sie.
Und das lag sicherlich daran, dass sie – obwohl sie in der Nacht davor schlecht geschlafen hatte, in der um einen Tag verschobenen Qualifikation einen perfekten ersten Sprung (Double Full-Full) gezeigt hatte, der ihr 81,90 Punkte und den Einzug ins Finale gebracht hatte. „Ich wusste schon nach dem ersten Sprung, dass es wahrscheinlich reichen wird“, sagte sie. Da lag sie auf Platz 11.
Zweiter Qualisprung unsauber
Im zweiten Qualifikationssprung zog sie die Schwierigkeitsstufe nach oben (Back Double-Full Tack), allerdings kam ihre Ausführung bei der Jury nicht so gut an, weshalb 75,14 Punkte zu Buche standen – gewertet wird allerdings der beste der zwei Durchgänge.
Freude über das Finale
Daher erreichte sie erstmals in ihrer Karriere das olympische Finale – 2022 war ihr das Corona-beschwert verwehrt geblieben. „Wir haben das Beste draus gemacht“, fasste sie den Tag für sich und ihren Vater – das deutsche Aerials Mini-Team – zusammen.
Feuerwerk der Weltelite
Die Weltelite zeigte ein Feuerwerk der Luftakrobatik. Gold sicherte sich wie vier Jahre zuvor in Peking die Chinesin Xu Mengtao mit 112,90 Punkten vor der Australierin Danielle Scott (102,17) und Shao Qi (China/101,90).