„Die wahren Olympia-Popstars“ oder die „Posterboys“ – die Curler sind die nicht nur heimlichen Stars des Team D bei den Winterspielen. Einer hat in Schwenningen Spuren hinterlassen.
„Wir kennen uns seit Teeniezeiten“, freut sich Jens Weinmann riesig, dass Marc Muskatewitz und Co. in den vergangenen Tagen gerade bei der jungen Generation für Begeisterung sorgten.
„Das ist ein extrem junges Team, das nicht nur eine große Zukunft vor sich hat, sondern auch in den Sozialen Medien ein großes Thema ist“, hofft der Vize-Präsident des Schwenninger Curling Clubs, dass durch die starken Auftritte vom Marc Muskatewitz, Benjamin Kapp, Felix Messenzehl, Johannes Scheuerl und Mario Trevisiol ein kleiner Curling-Boom in Deutschland entsteht.
Die Kindersteine
Dabei denkt der Schwenninger vor allem an den Nachwuchs. „Wir haben allgemein zuletzt einen guten Zulauf, übrigens auch von Gehörlosen“, wünscht sich Weinmann, dass noch mehr junge Sportlerinnen und Sportler den Weg in die Curlinghalle neben der Helios Arena finden.
Für die Talente haben die Schwenninger Verantwortlichen übrigens extra Kindersteine besorgt. „Die sind leichter und kleiner“, sieht der Vize-Präsident das ideale Einstiegsalter bei neun bis zehn Jahren.
Der Schnuppertag
Eine gute Möglichkeit, den Curlingsport in Schwenningen kennenzulernen, ist an diesem Samstag. Dann steigt von 14 bis 18 Uhr der „Curling Day“ in der Neckarstadt. „Da kann wirklich jeder kommen. Keine Vorkenntnisse sind nötig. Mitbringen muss man nur Sportkleidung und saubere Turnschuhe“, wird es zunächst einen kleinen Theorieteil geben. Danach zeigen Trainer, wie man sich auf dem Eis bewegt, wie mit den Steinen hantiert und wie gewischt wird. „Wir freuen uns auch über Rollstuhlfahrer“, betont Weinmann.
Gemeinsame Zeiten
Dieser kennt Skip Marc Muskatewitz („Es wäre bei den Olympischen Spielen sogar mehr drin gewesen“) übrigens seit der Jugend. „Wir waren schon zusammen im Landeskader“, blickt der Schwenninger auf viele gemeinsame Turniere und Trainingseinheiten zurück.
Sebastian Schweizer, der erfolgreichste Curler des CC Schwenningen in den vergangenen Jahren, stand zudem bei mehreren Europa- und Weltmeisterschaften zusammen mit dem sehr jungen Marc Muskatewitz in einem Team.
Die besondere Homepage
Erstmals legten der heute 30 Jahre alte deutsche Olympia-Skip und Sebastian Schweizer 2014 bei einer EM Steine ins Haus.
Schon damals hatten sich die Schwenninger die Adressse www.curling.de im Netz gesichert. „Das ist natürlich perfekt. Auch der Verband wollte diese später haben. Aber keine Chance“, hofft Jens Weinmann, dass vielleicht bald auch Posterboys und Postergirls aus Schwenningen kommen.