In strahlender Harmonie präsentierten sich Sonne und Musikverein beim neunten Oldtimertreffen auf der Remsbachhöhe.
Auf der großen Festwiese fanden nicht alle der bunten zwei- und vierrädrigen Schätze einen Stellplatz, und im Festzelt und davor auch nicht alle der zweibeinigen Schätzchen einen Sitzplatz.
Von der Bühne im Festzelt unterhielten mehrere befreundete Musikvereine die Besucher, teilweise auch die zwischen den Autos auf der Festwiese, aber dort waren die Bewunderer stark konzentriert auf den weißen Opel Kapitän von 1956 oder den rosa Ford Mercury von 1963 mit 300 PS aus über sechs Litern Hubraum. Dabei hatten um die 500 Oldtimer die Anmeldung am Eingang zur Festwiese passiert, aber nicht alle konnten einen repräsentativen Stellplatz finden.
Vor dem Waldrand waren die Bulldogs von Lanz Mannheim von 1949 bis zum Ursus von 1953 gruppiert. Auf dem Feld davor ragten die hellgrün-gelben MB-tracs von 700 bis 1600 Turbo aus der grünen Wiese hervor; gruppenweise verteilt fielen mindestens 20 Unimogs 411 mit Faltdach von 1952 bis größere von 1961 auf.
Vom Dieselzwerg von 1953 mit einer Pflugschar auf jeder Seite über den grau-blauen Eicher Königstiger bis zum roten Porsche Master waren die meisten Hersteller von Traktoren vertreten, wie der luftgekühlte grüne Deutz mit 28 PS, der blaue Hanomag R16 und auch der hellere MAN mit 120 PS.
Der Claas Mähdrescher von 1966 mit Absackstand für den Ausputz könnte demnächst auch wieder in einem Weizenacker um Mariazell zu sehen sein. Die Technik funktioniert noch gut, aber der Fahrer muss mit Mundschutz im Staub die Erntezeit überstehen. Viel Handarbeit war das Holzmachen in frühen Zeiten, auch heute noch macht die Arbeit „dreimal warm“ an kalten Wintertagen.
Ein Bus von Iveco-Fiat von 1984 rollt noch in St. Georgen, und dort gibt es auch einen Fiat Allrad LKW, der fünf Jahre mehr auf der Pritsche hat. Schnittiger kam der rote Opel GT daher oder gar der schnelle Alpine von Renault. Big Blue Power aus Bayern war eine BMW Isetta mit Fronttür und eine auf der Seite für die hintere Sitzbank. Den Konstrukteuren waren in früheren Jahren noch nicht so viele Grenzen gesetzt, so dass auch Motorradgespanne für sandfarbene Wüstenfüchse möglich waren.
Selbst der silberblaue Muldenkipper von Iveco dient noch in Tennenbronn, wenn auch mit ganz spezieller Technik, die geübt werden muss. Die meisten ausgestellten Fahrzeuge haben die Sonntags-Tour bei der Heimfahrt trocken überstanden, ein kurzer Regenguss kam erst spät genug.