Beim 7. Oldtimertreffen der Handballabteilung am Donnerstag, 18. Mai, in Burladingen-Hausen gibt’s wieder allerhand Besonderes zu sehen. Darunter auch die Hercules K105X von dem Burladinger Harald Klaiber.
Am Vatertag, Donnerstag, 18. Mai, findet das 7. Oldtimertreffen der Handballabteilung des TSV Burladingen auf und um den Festplatz beim Bauhof in Burladingen statt.
Mehr als 400 verschiedene alte Mopeds, Motorräder, Autos sowie Schlepper, Traktoren und Bulldogs werden erwartet. Unter den Ausstellern ist auch Harald Klaiber.
Jeden Tag mit dem VW Scirocco zur Arbeit?
Der Patenonkel von Harald Klaiber aus Burladingen war LKW-Fahrer und arbeitete bei der Spedition Barth. Um nicht jeden Tag mit seinem VW Scirocco zur Arbeit fahren zu müssen und diesen zu schonen, kaufte er sich im Jahr 1979 ein nagelneues Motorrad – eine Hercules K105X.
Anscheinenden war die Fahrt mit dem PKW dann aber doch angenehmer, da die Hercules nach mehr als 30 Jahren gerade einmal 500 Kilometer auf dem Tacho hatte.
Da Haralds Onkel keine Kinder hatte, vererbte er seinem Patenkind vor etwa 25 Jahren die Hercules K105X. Seitdem wird die Maschine gehegt, gepflegt, alle zwei Jahre beim TÜV vorgeführt und ab und zu mal gefahren. Jedoch nicht viel öfter als vom Vorbesitzer, denn bis jetzt stehen nicht mal tausend Kilometer auf der Uhr.
Noch nie eine zweite K105X gesehen.
Dass das Modell sehr selten ist, merkt der Besitzer stets beim Zweitakter-Treffen in Hausen, das von er regelmäßig besucht, denn er hat dort unter den vielen Zweitaktern noch nie eine zweite K105X gesehen.
Was Klaiber übrigens noch heute ärgert, ist, dass er, als er die Hercules bekam, sein 1979 beim „Schlosser-Gustav“ neu gekauftes Zündapp Mofa ZD 50 mit Sitzbank aus Platzgründen für 650 Mark verkaufte. Dieses Modell wird heute um die 2000 Euro gehandelt – und ist somit ein vielfaches mehr wert als damals.
Harald Klaiber, der zum Organisationsteam des Oldtimertreffen der Handballer gehört, wird seine Hercules, ebenso wie seinen Traktor – einen Deutz D 30 06 aus dem Jahr 1969 – ausstellen und natürlich auch von dem Priester und Oldtimerbesitzer Klaus Käfer segnen lassen.