Die Zahl der Einsätze in Ringsheim steigt laut Kommandant Christian Feißt stetig. 2025 wurden die Kameraden 37 Mal gerufen, auch dieses Jahr rechne man mit vielen Vorfällen.
Zum Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2025 konnte Kommandant Christian Feist zahlreiche Feuerwehrleute und Gäste im neuen Feuerwehrhaus Ringsheim begrüßen. Er bedankte sich dabei auch gleich bei der Jugendfeuerwehr für das Christbaumsammeln und das Verteilen der gelben Säcke zu Beginn dieses Jahres.
Die neue Schriftführerin Rebecca Kern nannte für das zurückliegende Jahr 37 Einsätze, dazu gehörte wiederholtes Ausrücken zu einem Busunternehmen und einem Hotel, die Beseitigung von Ölspuren, technische Hilfen für Pkw, Brandmelderalarme, Rettung über die Drehleiter, Tierrettung, Überlandhilfe, ein Wohnungsbrand und auch ein Wasserschaden. Die Wehrleute haben sich an den Veranstaltungen in der Gemeinde beteiligt, an der Raumschaftsübung in Ettenheim teilgenommen und die Bürgermeistertanne aufgestellt. Wichtig sei auch die Einführung des Digitalfunks im vergangenen Jahr gewesen. Kommandant Christian Feist zeigte sich darüber sehr zufrieden: „System läuft.“
Gemeinde bereitet sich auf Katastrophen vor
Der Trend gehe zu immer mehr Einsätzen, so der Kommandant – und auch zu immer mehr Zusatzdiensten bei der Ausbildung, den notwendigen Verwaltungsarbeiten und dem Zivil- und Katastrophenschutz. Für das 800. Jubiläumsjahr der Gemeinde rechnet er mit vielerlei Einsätzen, aber auch mit der großen Bereitschaft aller Kameraden. Der Verwaltung dankte er für die reibungslose Zusammenarbeit, seinem Stellvertreter Volker Kern für dessen großen Anteil am Erwerb von Leistungsabzeichen in der Wehr.
Walter Scheer konnte von einem regen kameradschaftlichen Leben in der Ehrenabteilung berichten, bei der Jahresabschlussübung versorgte sie die Zuschauer mit Essen und Getränken. Bürgermeister Pascal Weber dankte der Wehr für die Erstellung der Bürgermeistertanne nach seiner Wiederwahl. Die gestiegenen Einsatzzahlen im Jahr 2025 sieht Weber durchaus kritisch, weil sich dabei im Nachhinein manche Einsätze als unnötig herausgestellt hätten. Er appellierte an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.
Feuerwehr wird von Bürgermeister Weber gelobt
Im Katastrophenschutz sieht er neue Herausforderungen auf die Feuerwehr und alle Blaulichtkräfte zukommen. Mit der Anschaffung eines Notstromaggregates sieht er die Gemeinde allerdings gut vorbereitet. Der bereits installierten Sirene werde bald eine zweite folgen, sagte der Bürgermeister. Die Kahlenberghalle, das Gelände um das neue Feuerwehrhaus biete auch geeignete Voraussetzungen für eine eventuelle Katastrophenschutzzentrale. Für denkbare Szenarien wie einem Strom- oder einem Zugausfall habe der Gemeinderat die ersten 20 000 Euro in den Haushalt eingestellt: „Wir machen das.“ Bürgermeister Weber lobte die Feuerwehr als einen integralen Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Er wies auf die enge interkommunale Zusammenarbeit und auf die Bedeutung des vertraglich mit den Nachbargemeinden vereinbarten neuen Führungstrupps Rhein-Süd hin. Das beschlossene Einsatzfahrzeug GWL 1 soll im Jahr 2027 in Dienst gestellt werden.
Reiner Graupe vom Ortenauer Feuerwehrverband lobte in seinem Grußwort die frühzeitige Beachtung des Katastrophenschutzes in Ringsheim. Für die Jugendfeuerwehr und die Löschzwergle zählten Emma Kossmann und Kevin Winkler vielfältige Aktionen neben den regelmäßigen Übungsstunden mit Brandkunde, Erste-Hilfe-Kenntnissen und der Baumpflanzaktion auf. Die 29-köpfige Jugendfeuerwehr verfügt jetzt über ordentliche Feuerwehrstiefel zum Eigenschutz. Feuerwehrtechnik, Spiel und Spaß und auch der Streichholzführerschein gehören zu den Übungen der Gruppen, die von Maximilian Feist, Nadja Denninger, Jutta Nieborowsy und Rebecca Kern geführt und angeleitet werden.
Info – Beförderung und Ehrung
Beförderungen:
Kevin Winkler, Philipp Maier, Manuel Doser, Janik Muttach, Filip God, Florian Steiner, Nils Barten und Bastian Zehnle (allesamt wurden in die Einsatzabteilung übernommen); Fynn Jäger, Rebecca Kern, Elias Konidis, Luca Konidis und Sarah Nieborowsky (Feuerwehrmann/-frau); Andreas Lachenicht (Brandmeister)
Ehrungen:
Arno Person (Dank für 28 Jahre Funkobmann); Tobias Keller, Andreas Lachenicht, Sven Rethaber (15 Jahre); Andreas Henninger, Josef Muttach, Martin Weber, Bernhard Biehler und Walter Scheer (Ehrenzeichen Silber); Joel Beuschlein, Emilio Florido-Martins, Johannes Kunzer, Dennis Nieborowsky, Sven Rethaber, Nadja Denninger, Justin Winkler, Florian Lindemann und Nico Person (Leistungsabzeichen in Bronze)