Zuhauf sind die Bürger in die Ortsmitte gekommen, um die Fertigstellung der Neugestaltung des Lindenplatzes zu feiern.
„Lasst uns den Lindenplatz als lebendigen Mittelpunkt unserer Gemeinschaft nutzen“, erklärte Ortsvorsteher Jürgen Silberer zur offiziellen Übergabe. Zuvor hat der Musikverein die Feierstunde musikalisch eröffnet. Dem Wunsch des Ortsvorstehers, dass der Platz von allen Generationen mit Leben gefüllt wird und als Ort der Begegnung fungiert, wurde eingehend praktiziert. Zahlreiche Schutterner haben sich gern auf den neuen Bänken zusammengesetzt.
Ortsvorsteher Silberer dankte seinem Vorgänger Hans-Jürgen Kopf, der in einem Gremium mit Julia Hoffmann, Michaela Schöpf, Marco Lippmann dafür gesorgt habe, dass der Platz kostengünstig und mit maximalem Charme umgestaltet wird. Umgestaltet wurde eine Erhöhung des Brunnenrands mit vermehrter Wasserführung, das Bushäuschen wurde umgesetzt und der Bodenbelag aus Sandstein ausgebessert. Außerdem wurde das historische Sandsteinkreuz auf dem Platz gereinigt und restauriert.
Bürgermeister und Ortsvorsteher hoffen, dass es Ort der Begegnung wird
Bürgermeister Weide erkenne in der reibungslosen Umsetzung der Neugestaltung eine sichtbare Aufwertung der Ortsmitte von Schuttern. Nach vielen Jahrzehnten war der Platz in die Jahre gekommen, deutlich war der Handlungsbedarf. Von Anfang an war es erklärtes Ziel des Ortschaftsrats, die Aufenthaltsqualität des Platzens zu verbessern und einen Treffpunkt für Generationen zu schaffen, so Weide. Damit einhergehend ist auch die barrierefreie Einrichtung der Bushaltestelle. Zentrales Ziel der Kommunalpolitik sei die Stärkung der Ortskerne. Beispielhaft sei der Lindenplatz für den gelungenen Einsatz von Fördermitteln. Bei Gesamtkosten in Höhe von 135.000 Euro habe es für die Neugestaltung 52.000 Euro aus dem Programm „Entwicklung Ländlicher Raum“ gegeben. Für den Umbau der Bushaltestellen sind weitere 75 Prozent Förderung über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) geflossen. Die Kosten für die Bushaltestellen seien noch nicht bezifferbar.
Seit 2016 Thema
Bereits 2010 wurde die Neugestaltung des Lindenplatzes in die Haushaltsberatungen des Ortschaftsrats aufgenommen. 2016 wurde erste Gespräche konkreter. Damals war bereits von prekärer Finanzsituation die Rede, aber die Dringlichkeit zur Sanierung war aufgrund gelockerter Steine und Stolperfallen gegeben. Kalkuliert wurden anfangs mit 600.000 Euro. 2020 war von „kleiner Aufhübschung“ die Rede. 2021 wurde die Sanierung des Lindenplatzes ins ELR-Programm aufgenommen – fünf Jahre später kam die Realisierung.