Auf dem ehemaligen Minigolfgelände in Musbach soll die "Holzgaudi für Jung und Alt" entstehen. Die Betonbahnen haben Bürger bereits in Eigenarbeit entfernt. Foto: Breitenreuter

In einem offenen Brief an die Verwaltung fordert eine Gruppe von Musbachern Wasserspiele auf dem Mehrgenerationenspielplatz "Holzgaudi für Jung und Alt". Mehr als 100 Unterschriften haben sie dafür gesammelt.

Freudenstadt - Musbachs Ortsvorsteher Joachim Böhm hat ein entsprechendes Schreiben und die Liste an Oberbürgermeister Julian Osswald, Bürgermeisterin Stephanie Hentschel und die Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat weitergeleitet. Zwar habe das Gremium schon grünes Licht für die Anschaffung von Spielgeräten auf der ehemaligen Minigolfbahn gegeben, bei der Vergabe seien aber keine Wasserspielzeuge etwa für das "Matschen" aufgetaucht.

Sorge, dass der Wunsch unerfüllt bleibt

Das habe eine Gruppe von vorwiegend Müttern bewegt, die sich mit dem Ortschaftsrat zusammenzutun und mehr als 100 Unterschriften zu sammeln, so Böhm auf Nachfrage unserer Zeitung.

In dem Schreiben verweisen die Autoren auf eine Info-Veranstaltung im Bürgerhaus Musbach im Jahr 2017, als dieser Vorschlag auftauchte und für gut befunden wurde. Mehrere Anfragen von Stadträten zu den Wasserspielgeräten seien unbeantwortet geblieben. In den Plänen sei auch kein Wasserspiel erkennbar. Daher herrscht im Ort die Sorge, dass der Wunsch nach Wasserspielgeräten unerfüllt bleibt.

Auf der "Holzgaudi" soll es neben einem Abenteuerspielplatz mit Holzschwebebalken und Bewegungsparcours aus Holz auch Trainingsgeräte für Senioren sowie Sitzgelegenheiten geben. Beides – Holz und der Mehrgenerationenbezug – seien Vorgaben gewesen, um Leader-Förderungen – die Rede ist von 134 000 Euro – zu erhalten, so Böhm. Weitere 15 000 Euro kommen von der Irene-Kaufmann-Stiftung.

Insgesamt kostet die "Holzgaudi" laut Stadt rund 250 000 Euro. Inzwischen haben Musbacher in Eigenarbeit schon die Betonbahnen der Minigolfanlage entfernt. Die "Holzgaudi" ist nicht das einzige Projekt, bei dem es zwischen Ort und Stadtverwaltung knirscht.

Sehnsucht nach schnellen Ergebnissen

So gab es schon Probleme in den Haushaltsverhandlungen wegen des Aussichtspunkts am Luise-Mayer-Platz oberhalb des Fluggeländes und bei einer Skulptur an der Buswendeplatte in Obermusbach, bei der noch fraglich ist, ob dort das Wappen von Musbach überhaupt verwendet werden darf, da dieses mit der Eingemeindung eigentlich erloschen ist. Fühlt man sich in Musbach von der Stadtverwaltung angesichts dieser Vorkommnisse vernachlässigt? Nein, sagt Böhm. Das sei das normale Ringen eines Ortsteils. Das trete da besonders zutage, wo es viel ehrenamtliches Engagement gebe.

Da wolle man gern schon Ergebnisse sehen, wo das eigentlich noch nicht möglich sei, so Böhm.

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