Das beliebte Night-Soccer-Turnier in Waldachtal geht im Frühjahr und Herbst in die nächste Runde. Foto: Tanja Noder

Einen ausführlichen Einblick in die bisherige Entwicklung der offenen Jugendarbeit erhielt der Ortschaftsrat Cresbach im Rahmen der öffentlichen Sitzung am vergangenen Montag.

Tanja Noder ist seit Beginn des Jahres 2023 als erste Jugendsozialarbeiterin in der Gemeinde tätig und arbeitet nach den Grundsätzen der „Akademie Eigensinn“. Diese beinhalten die Schlagworte Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin.

 

Die offene Jugendarbeit hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass Jugendtreffs als sicherer Ort zur Geltung kommen sollen. Inner- und außerhalb der Jugendtreffs werden ferner offene Angebote zur Freizeitgestaltung gemacht. Jugendreferentin Noder blickte auf eine bewegte Zeit zurück und plant bereits die Highlights für das laufende Jahr.

Der Blick auf die Entwicklung Statistik zeigt ein deutliches Wachstum auf. Im Jahr 2024 öffnete der Jugendtreff in Oberwaldach 23 Mal seine Pforten und lockte 354 Besucher an. Nur ein Jahr später wurde das Angebot bereits auf 35 Termine ausgeweitet, was die Besucherzahl auf stolze 533 ansteigen ließ. Insgesamt verzeichnet die offene Jugendarbeit im gesamten Waldachtal die beeindruckende Zahl von 4.350 Besuchern. Im Vergleich zum Jahr 2024 stieg damit die Besuchszahl um 1000 an.

Die Zahlen für 2026 zeigen eine neue Dynamik

Doch die Zahlen für das aktuelle Jahr 2026 zeigen eine neue Dynamik. Im Ortsteil Oberwaldach ist die Resonanz derzeit leicht rückläufig. Die Gründe dafür seien vielfältig. So gebe es aktuell weniger Jugendliche direkt im Ortsteil und die Erreichbarkeit sei vor allem in den Wintermonaten erschwert. „Das wird vermutlich wieder mehr, wenn es jetzt wieder wärmer wird und die Kids beispielsweise mit dem Fahrrad aus den umliegenden Orten nach Oberwaldach kommen können“, so Noder.

Die Samstage sind hingegen stark rückläufig, weshalb der Jugendraum samstags nur noch einmal im Monat öffnen wird. „Das lässt sich aber auch wieder schnell ändern, wenn wir feststellen, dass sich der Bedarf wieder erhöht“, versprach Noder.

Die Jugendlichen bevorzugen aktuell scheinbar den Dienstag, der sich als konstanter und gut besuchter Ankerpunkt etabliert hat. Trotz der Anpassungen bleibt die Jugendarbeit ein fester Bestandteil der Gemeinschaft. Aktionen wie die „Waldputzede“, das Wahlcafé oder das beliebte Mühlenfest zeigen, dass sich die jungen Menschen aktiv in das Gemeindeleben einbringen wollen.

Noders Credo ist klar: „Angebote funktionieren dann am besten, wenn sie regelmäßig, verlässlich und ortsteilübergreifend sind.“ Ziel sei es nicht, isolierte Strukturen für einzelne Ortsteile zu schaffen, sondern ein tragfähiges Netz für das gesamte Waldachtal zu weben. Erfreulich sei deshalb auch, dass sich die Jugendlichen in den Ortsteilen regelmäßig gegenseitig in den Jugendräumen ortsübergreifend besuchen. Dadurch kommen auch die Eltern aus den unterschiedlichen Orten der Gemeinde zusammen. „Die Kinder leben es vor und die Eltern tragen es weiter“, konstatierte Ortsvorsteher Gebhard Weißgerber.

Der Terminkalender für das aktuelle Jahr

Der Terminkalender für 2026 ist bereits prall gefüllt und verspricht Abwechslung. So sind Aktionen wie Schlittschuhlaufen, Bowling, Besuche im Panoramabad und weitere Ausflüge geplant. Auch das beliebte Night-Soccer-Turnier geht im Frühjahr und Herbst in die nächste, während am Mittwoch, 29. Juli, wieder die große und beliebte Beach-Party steigen wird. Nach der „Kinderstadt 2026“ in den Sommerferien sind außerdem eine Herbstparty am 6. November sowie die „SiNN-Tage“ von Oktober bis Dezember geplant.