Der Spruch am grünen Fensterladen im Garten von Familie Heinzmann in Gutach hat manchen Besucher zum Schmunzeln gebracht. Foto: Gemeinde

Der Wettergott hat es gut mit Familie Heinzmann bei der "Offenen Gartentür" 2021 gemeint. Die Veranstaltung in Gutach, am Turm 11, am vergangenen Samstag war für Besucher und Veranstalter wieder ein voller Erfolg.

Gutach - Bei einer Veranstaltung unter freiem Himmel ist es natürlich wichtig, das richtige Wetter zu haben, teilt die Gemeinde Gutach mit. Am Samstag herrschten angenehme Temperaturen, es war fast windstill und die Sonne schien. Dieses Wetter lud förmlich dazu ein, auch mit dem Fahrrad zu Besuch nach Gutach-Turm zu kommen.

Corona-Regeln streng beachtet

Die "Offene Gartentür" war zwar eine private Einladung, aber die Vorgaben zum Corona-Schutz mussten trotzdem beachtet werden. Alle Besucher wurden deshalb darauf hingewiesen, entweder 1,5 Meter Abstand zu halten oder eine Maske zu tragen und die Hände zu desinfizieren. Auch die Kontaktnachverfolgung wurde durch das Führen einer Besucherliste sichergestellt.

Den weitesten Weg nahmen Besucher aus Breitnau im Hochschwarzwald auf sich. Es kamen aber auch sehr viele aus der nahen Umgebung, beispielsweise aus Schramberg, Schiltach, Schapbach, St. Georgen, Wolfach, Haslach, Hornberg und natürlich aus Gutach selbst.

Die Gartenbesitzer, vor allem aber Friedhilde Heinzmann, bekamen viel Lob. Die abwechslungsreiche Pflanzenzusammenstellung und die besonders vielfältigen kleinen und größeren Möglichkeiten, in Ruhe im Sitzen zu genießen, wurden oft angesprochen.

Holzhuhn schaut aus dem Fenster hervor

Nachdem der Garten schon zum fünften Mal geöffnet wurde, stellte sich oft die Frage, was es dieses Jahr wohl Neues gäbe.

Der Sonnenschutz auf dem Hochbeet wurde allseits bewundert, denn das Gewebe kann leicht entfernt werden und die Konstruktion aus Aluminium kann trotzdem immer stehen bleiben. Ein symbolischer Hühnerstall wurde oft fotografiert, denn die Hühner sind aus Holz und eines schaut sogar vom Stall aus zum Fenster heraus.

Was auch neu war, ist der grün gestrichene Fensterladen auf der Rückseite einer windgeschützten Sitzecke aus Holzscheiten. "Mein Rechner hat sich aufgehängt, meine Wäsche macht das nie", dieser Spruch ist daran befestigt und brachte manchen Besucher zum Schmunzeln.

Der Mondkalender spielt eine große Rolle

Es waren auch Gartenbesitzer anwesend, die spezielle Fragen stellten, zum Beispiel welcher Dünger verwendet wird, warum der Kopfsalat keine Köpfe bildet und nur in die Höhe wächst. Die Antwort: Wer nach dem Mondkalender arbeitet, muss auf die Blatttage achten und bei abnehmendem Mond pflanzen. Der Feldsalat soll beispielsweise auch bei Blatttagen im abnehmenden Mond gesät werden. Grundsätzlich ist es wichtig mit dem Mond zu arbeiten, denn die Natur trägt unbedingt zum guten Gedeihen bei.

Zwei Familien, die sich lange nicht mehr getroffen hatten, liefen sich bei der Besichtigung über den Weg. Es gab ein großes "Hallo" und man saß dann noch lange zusammen. Familie Heinzmann bedankt sich bei den Besuchern für das Interesse und die informativen Gespräche.

Der Dank gilt auch Werner Heinzmann. Er hat die Führung der Teilnehmerliste im Pavillon bis nach 18 Uhr übernommen.