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Offenburg Wolf-Kadaver erregt weiter die Gemüter

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"Im Zweifelsfall sollte der Wolf bejagt werden", fordert die Junge Union. "Der Handlungsleitfaden Wolf beantwortet alle wichtigen Fragen", hält die Grüne Jungend dagegen. Foto: Wolfpark

Ortenau - Der Kadaver, der am Rande der A 5 bei Lahr in der vergangenen Woche gefunden worden war, sorgt nicht nur im politischen Stuttgart und den Laboren, in denen der mutmaßliche Wolf untersucht wird, für Furore, sondern auch bei der politisch engagierten Jugend im Ortenaukreis.

"Falls sich das totgefahrene Tier tatsächlich als Wolf erweist, wäre das bedenklich", schreibt Madline Gund, Kreisvorsitzende der Jungen Union Ortenau. Die Schäfer im Landkreis wären dann zu Recht entsetzt, dass dieses Raubtier hier wieder heimisch werde. Aber: "Bedroht sind nicht nur Schafe, sondern auch Nutztiere, wie sie vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Ausgerechnet Vieh, das die Landschaft offen hält, steht auf dem Speiseplan des Wolfs", betont Gund. Es stelle sich die Frage, wer betroffene Landwirte und Schäfer für ihre verlorenen Tiere entschädigt. Außerdem sieht sie auch eine potenzielle Gefahr für den Menschen: "Es mag sein, dass Wölfe eine gewisse Scheu vor Menschen haben. Aber was passiert, wenn sie sich an die Menschen gewöhnen?" Der "Schutz von Nutztieren und Menschen muss Vorrang haben", fordert Gund. "Im Zweifel sollten Wölfe bejagt werden dürfen." schlägt Gund vor.

Norbert Hense, Sprecher der Grünen Jugend und Landtagskandidat im Wahlkreis Kehl, ist entsetzt: "Die Vorsitzende der Jungen Union, Madline Gund, zeigt hier in mehrerer Hinsicht erschreckende Ahnungslosigkeit", echauffiert er sich. "Der Wolf ist in Deutschland und Europa durch zahlreiche Abkommen und Rechtsvorschriften geschützt. Frau Gund sind diese Grundlagen wohl gänzlich unbekannt." Hense kritisiert zudem, dass die Junge Union ohne Not Ängste schüre und ein Zerrbild aufbaue – anstatt das Thema Wiederansiedlung des Wolfs mit der gebotenen Sachlichkeit und Gründlichkeit zu bearbeiten". Die baden-württembergische Landesregierung habe mit dem Handlungsleitfaden Wolf bereits alle wichtigen Fragen beantwortet.

Auch Rüdiger Schmiedel, Leiter des Wolf- und Bärenparks in Bad Rippoldsau-Schapbach, fordert, dass man die Menschen auf den Wolf vorbereiten müsse und nennt als Beispiel die Möglichkeit, Viehhaltern spezielle Zäune ans Herz zu legen, um ihre Tiere zu schützen und die Menschen generell mehr über das Tier zu informieren – mit tatsächlichen Fakten.

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