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Offenburg Platz für 70 000 Einwohner

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Ortenau - In der Region Südlicher Oberrhein stehen aktuell Wohnbauflächenreserven für über 70 000 Einwohner zur Verfügung. Dies hat der Regionalverband Südlicher Oberrhein bekannt gegeben.

Unter dem Eindruck des derzeitigen Flüchtlingszustroms und des knapper werdenden, günstigen Wohnraums werden die vorgesehenen planerischen Festlegungen zum Schutz von Natur und Landschaft teilweise als zu weitgehend angesehen. Otto Neideck, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, und Verbandsdirektor Dieter Karlin betonen: "Der Regionalverband weiß um die aktuellen Herausforderungen der Städte und Gemeinden. Deren Sorgen um zu starke Einschränkungen nehmen wir sehr ernst."

In einer aktuellen Auswertung auf Grundlage des automatisierten Raumordnungskatasters habe die Verbandsgeschäftsstelle jene Wohnbauflächenreserven erhoben, die bereits in den genehmigten Flächennutzungsplänen dargestellt sind, die bislang aber nicht bebaut sind und für die kein Bebauungsplan vorliegt. Es zeige sich, dass in der Region mehr als 1000 Hektar an potenziellem Wohnbauland zur Verfügung stehen.

Legt man die ortsüblichen Siedlungsdichten an, ergibt sich eine Kapazität für Wohnraum für mehr als 70 000 zusätzliche Einwohner.

"In der Region kann eine Stadt größer als Offenburg gebaut werden – ohne dass hierfür ein Flächennutzungsplan, geschweige denn ein Regionalplan geändert werden müsste", so Karlin.

Auch die Festlegungen des Regionalplanentwurfs sehen einen regional ausgewogenen Zuwachs der Wohnbauflächen um mehr als 900 Hektar vor, teilt der Verband mit. Dies ergebe eine Kapazität für rund 60 000 Einwohner.

Diese Wohnbauflächenbedarfe seien bei der Festlegung der Regionalen Grünzüge und Grünzäsuren bereits im Offenlage-Entwurf 2013 vollumfänglich berücksichtigt. Verbandsdirektor Karlin: "Die regionalplanerisch nicht überplanten, sogenannten weißen Flächen sind regelmäßig um ein Vielfaches größer als der absehbare Wohnbauflächenbedarf."

Den Gemeinden blieben Handlungsspielräume

Den Gemeinden verblieben somit größere Handlungsspielräume und Entwicklungsoptionen.

Mit den zur Beratung und Beschlussfassung anstehenden Abwägungsvorschlägen der Geschäftsstelle seien die Freiraum schützenden Festlegungen nochmals geprüft worden. Die Anregungen der Kommunen auf Rücknahme eines regionalen Grünzugs habe der Verband in zahlreichen Fällen berücksichtigen können. "Der Entwurf für den neuen Regionalplan zeigt nun noch deutlicher, dass der Schutz von Natur und Kulturlandschaften den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung nicht entgegensteht", so Neideck. Die Grünzüge dienten vielfach auch dem Erhalt wohnungsnaher Freiräume.

 

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