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Offenburg Kita entlässt Erzieherinnen fristlos

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Von "unzulässiger Bestrafung" und "fragwürdiger Behandlung" in der Kita ist die Rede. (Symbolfoto) Foto: Thissen

Offenburg - Schwere Vorwürfe sorgen in einer Offenburger Kita für Wirbel: Drei Betreuerinnen sollen Kinder unter anderem in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt haben. Diese wurden fristlos entlassen, die Leitung verspricht nun transparente Aufklärung.

Drei pädagogische Fachkräfte der Kita Mühlbachhopser in Offenburg sollen zwölf Kinder wiederholt "zum Essen und Schlafen auf Befehl" gezwungen haben. Die drei Beschuldigten seien für "unzulässige Bestrafung", "pädagogisch fragwürdige Behandlung" und der Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Kinder verantwortlich.

Dies geht aus einer Pressemitteilung des Trägervereins Eltern-Kind-Zentrum Offenburg (EKiZ) vom Montagmittag hervor. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Nach unbestätigten Quellen aus dem Umfeld der "Mühlbachhopser" sollen die betroffenen Betreuerinnen unter anderem Kinder, welche keine Ruhe geben wollten, separiert haben. Dazu seien diese in laufstall-ähnlichen Reisebetten gesperrt worden, auf die wiederum Matratzen gelegt worden seien. Die so fixierten Kinder sollen dann sich selbst überlassen worden sein. Bis zum Redaktionsschluss am Montagabend waren von der Geschäftsleitung der Kita keine konkreten Angaben zu bekommen, was sich hinter "unzulässiger Bestrafung" und "fragwürdiger Behandlung" verbirgt.

Aufgeflogen sei das Fehlverhalten der Betreuungskräfte durch das noch bestehende Kita-Team, welches sich an die Geschäftsführung der Mühlbachhopser gewandt habe, erklärt das EKiZ in der Pressemitteilung. Nach "missglückten Lösungsversuchen" habe sich das Team gezwungen gesehen, die Situation offen zu legen, um die Kinder zu schützen.

"Geschäftsführer Thomas Hauer und die Vorstandsmitglieder waren geschockt, als sie von den Vorwürfen erfuhren", so die Pressemitteilung. Das Verhalten der drei Mitarbeiterinnen verstoße nicht nur gegen das pädagogische Konzept der Krippe, sondern auch gegen den "allgemeinen Schutz des Kindeswohls". Aus diesem Grund habe man nach Bekanntwerden der Missstände und der Kündigung der drei Betroffenen "alle Hebel in Bewegung gesetzt", um die Eltern zeitnah zu informieren. Laut Polizei hätten sich diese daraufhin an die Staatsanwaltschaft Offenburg gewandt. Den Behörden sei volle Kooperation zugesichert worden, so der Träger-Verein. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte das Polizeipräsidium Offenburg mit, dass man sich nicht zu dem laufenden Verfahren äußern wolle.

Vorwürfe bereits am 7. Juni erhoben, Entlassung folgt am 11. Juni

Bereits am 7. Juni – direkt nach dem Bekanntwerden der Vorfälle – seien die beschuldigten Betreuerinnen freigestellt worden. Am darauffolgenden Dienstag, 11. Juni, wurden sie, nach "Bestätigung der Vorwürfe durch mehrere Zeugenaussagen", fristlos entlassen, so der Verein.

"Wir gehen offensiv mit der Angelegenheit um und wollen die beschriebenen Missstände nicht unter den Teppich kehren", so der Geschäftsführer Thomas Hauser. Es gehe nun darum, die Vorwürfe aufzuarbeiten, aus den Vorfällen zu lernen und mit dem verbliebenen Team weiterzuarbeiten. "Wir wollen gemeinsam mit unserem Team und allen Eltern den jahrzehntelangen guten Ruf der ›Mühlbachhopser‹ schützen und wieder herstellen", erklärt Hauser.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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