Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Offenburg Dürre, Stürme und Käfer: Der Forst ist in Not

Von
Wie hier rund um die Hornisgrinde sieht es mittlerweile an vielen Stellen im Schwarzwald aus – die Trockenheit schwächt die Bäume, Schädlinge geben ihnen dann den Rest. Foto: Heck

Ortenau - Dürre und Hitze machen den Bäumen zu schaffen, mehr Schadholz als gewöhnlich muss aus den Wäldern entfernt werden – kleinere Betriebe können die Kosten kaum stemmen. Mit einem neuen Förderprogramm will das Land nun aushelfen.

Wald muss für Mensch und Umwelt erhalten werden 

"Der Klimawandel hat den Wäldern in den letzten Jahren sowohl mit Dürre und Hitze als auch mit Schädlingen stark zugesetzt. Oberstes Ziel ist es, den Wald mit all seinen Leistungen für Mensch und Umwelt zu erhalten", erklärt Hans-Georg Pfüller, Leiter des Amts für Waldwirtschaft, laut einer Mitteilung des Landratsamts. "Insbesondere Kleinprivatwaldbesitzer schaffen es derzeit kaum, dieser gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und gleichzeitig die bedrohlichen Waldschutzsituationen einzudämmen", so der Amtsleiter weiter. Teilweise sei die aktuelle Situation als Folge höherer Gewalt sogar existenzbedrohlich.

Mit der Zuwendung des Landesprogramms "Nachhaltige Waldwirtschaft" sollen die erheblichen Mehraufwendungen zur Räumung der geschädigten Waldstücke, der sogenannten Kalamitätsflächen, abgemildert werden. Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Fördermaßnahmen ist die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung von Schadholz. Der Fördersatz des letzten Jahres konnte von drei auf sechs Euro je Festmeter erhöht werden. Ergänzend wird weiterhin das Hacken von geschädigten und befallenen Hölzern mit 80 Prozent der Nettokosten im Zuwendungsverfahren unterstützt, so das Landratsamt.

Neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes

Weitere Fördermaßnahmen wie das Borkenkäfermonitoring, der Holztransport zur Nasslagerung und der Bau von Lagerplätzen ergänzen die Schadholzaufarbeitung. Zentraler Bestandteil sind auch Pauschalen und Vereinfachungen bei der Förderung einer anstehenden Wiederbewaldung. Hinzu kommt ein komplett neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes. "Das Amt für Waldwirtschaft wird die Waldbesitzer in den im Herbst anstehenden FBG-Versammlungen ausführlich über die neuen Förderoptionen informieren und steht über die Revierleitungen gerne bei der weiteren Umsetzung beratend zur Verfügung", kündigt das Landratsamt an.

Die Landesforstverwaltung informiert zusätzlich im Förderwegweiser des Landes unter www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de in der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen. Den Zuwendungsantrag für die Aufarbeitungshilfe und weitere Unterlagen erhalten Betroffene bei ihrem örtlich zuständigen Forstrevierleiter oder beim Amt für Waldwirtschaft sowie über die oben genannte Internetplattform in der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen/ Nachhaltige_Waldwirtschaft_NWW_Teil_F

Die Förderung der Schadholzaufarbeitung wird auf Antrag gewährt, sofern Waldbesitzer eine Holzliste beziehungsweise ein Messprotokoll vorlegen und der Revierleiter den Kalamitätsholzanteil bestätigt. Vor diesem Hintergrund bittet das Amt für Waldwirtschaft darum, die Revierleitungen frühzeitig über geplante Hiebsmaßnahmen zu informieren.

Die Förster im Ortenaukreis beraten gerne, um die Waldbesitzer in dieser Situation bestmöglich bei der Antragsstellung zu unterstützen. Hilfe gibt’s also beim Amt für Waldwirtschaft, Prinz-Eugen-Straße 2 in Offenburg und unter Telefon 0781/­8 05 72 55.

Artikel bewerten
2
loading

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.