Damit die Fahrgäste der Rottweiler Stadtbusse künftig genau wissen, wann und ob ihre Linie kommt, werden die Busse nun mit einer besonderen Technik ausgestattet.
„Da hat sich sehr sehr viel getan“, betonte Rudolf Mager, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, in der Sitzung des Rottweiler Gemeinderats am Mittwochabend. Rottweil legt sich eine sogenannte dynamische Fahrgastinformation zu. Damit können Fahrgäste künftig in Echtzeit an elektronischen Tafeln oder der App auf dem Handy verfolgen, wann ihr Bus kommt.
438 347 Euro kostet die Technik, mit der zunächst die Stadtbusse und dann die Bushaltestellen ausgestattet werden. Die Firma Axentia Technologies AB aus Linköping in Schweden kommt dabei zum Zug. Zu den Kosten kommen jene für Tiefbau und Leitungen (etwa 100 000 Euro) sowie für den Ingenieur (rund 73 500 Euro)
Im Haushalt eingestellt sind 643 000 Euro, wobei die Verwaltung mit einer Förderung von etwa 296 000 Euro rechnet. Verbleiben also etwa 347 000 Euro, die die Stadt schultern muss.
Displays an den Haltestellen
Wie das Ganze nachher an den Haltestellen aussieht, zeigte Mager dann auch. Größere Displays sollen etwa am Schulzentrum oder Bahnhof und natürlich dem neuen ZUP am Nägelesgraben installiert werden, kleinere Displays an den kleineren Bushaltestellen wie etwa in der Stadionstraße, Oberndorfer Straße oder Tannstraße, um ein paar Beispiele zu nennen.
Ob man nach und nach auch weitere Bushaltestellen mit Displays und digitaler Fahrgastinfo ausstatten könnte, wollte Ingeborg Gekle-Maier (Grüne) wissen. Sie dachte dabei vor allem an die Dörfer ringsum. Mager sagte zu, gezielt weitere Haltestellen zu prüfen und gegebenenfalls nachzurüsten.
2026 geht’s los
Hans-Peter Alf (CDU) hakte nach, ob die Daten auch auf dem Handy abrufbar seien. Das war aus der Vorlage nicht ersichtlich. Bürgermeisterin Ines Gaehn bejahte dies, betonte aber auch, dass es wichtig sei, nun erst einmal die Busse mit der nötigen Technik auszurüsten werden. „Wir müssen ins Tun kommen“, betonte Gaehn.
Damit es beim Thema dynamische Fahrgastinfo schnell vorangeht, gab es dann auch grünes Licht von den Stadträten. Im Frühjahr 2026 sollen „die Dinger“ da sein, ergänzte Mager. Dann könne man starten.