Offiziell übergeben wurden der Parkplatz auf der Westseite des Müllheimer Bahnhofs sowie die barrierefreie Zugangsrampe auf der Westseite. Foto: Volker Münch

Der neue Parkplatz und die Zugangsrampe auf der Westseite des Müllheimer Bahnhofs wurden eingeweiht.

Es hat lange gedauert, bis der Zugang auf der Westseite des neuen Bahnhofsgeländes in Müllheim fertiggestellt wurde. Auf Initiative der Stadt Müllheim wurden sowohl die Stellplätze auf der Westseite des Areals als auch die barrierefreie Zugangsrampe neu konzipiert und geplant.

 

Bereits im Frühjahr 2024 sei der Bahnhofsbereich auf der Ostseite angeschlossen und für die Nutzer freigegeben worden, erinnerte DB-Projektleiter Michael Scheck bei der Einweihung. Nun habe man nach den Plänen der Stadt auch die Westseite baulich abgeschlossen und könne sie den Bahnnutzern übergeben, hieß es weiter.

Fertiggestellt wurden laut Scheck auch die teils transparenten Schallschutzwände. „Das ist nun für die Anwohner einerseits und für die Pendler andererseits eine große Erleichterung“, betonte Scheck. An der neuen Westrampe – sie wird erst in nächster Zeit den Nutzern freigegeben – fehlen noch die bestellten Handläufe, bedauerte Scheck. Er rechnet mit der Freigabe voraussichtlich im Februar 2026.

„Für uns ist die Freigabe des Westzugangs und der Parkplatz sowie die weitgehende Fertigstellung der Anlage ein Meilenstein“, sagte Müllheims Bürgermeister Martin Löffler. Noch fehlen das eigentliche Bahnhofsgebäude und der Zentrale Omnibusbahnhof. Löffler machte keinen Hehl daraus, dass der Neubau der Bahnhofsanlage und der Bau des dritten und vierten Gleises eine „holprige Vorgeschichte“ hatten. Der Bürgermeister erinnerte an die Klage der Stadt bis in die letzte Instanz des Bundesverwaltungsgerichts, wo die Stadt unterlegen war.

Stadt durftemitentscheiden

Es wäre sicherlich besser gewesen, wenigstens im Hintergrund die Gespräche zur Optimierung weiterzuführen, meinte der Bürgermeister weiter. Deshalb galt sein Dank der Bahn, die Stadt trotz der gerichtlichen Auseinandersetzung im Zuge der weiteren Planung an komplizierten Abstimmungen zu beteiligen und mitentscheiden zu lassen. Besonders auf die Initiative des städtischen Tiefbaudezernenten seien der Westparkplatz mit einem anderen Parksystem – hier wird platzsparend im Fischgrätenmuster geparkt – als auch eine großzügige Rampe für einen barrierefreien Zugang umgesetzt worden.

Das Band durchschnitten DB-Projektleiter Michael Schick, Bürgermeister Martin Löffler und Marcel Clement-Berger vom Bahnhofsmanagement Freiburg. Foto: Volker Münch

Dasselbe gilt übrigens auch für den Busbahnhof auf der Westseite. Auch hier haben sich Dezernent Ronny Biesinger und sein Team um eine optimierte Anordnung und Funktionalität verdient gemacht.

Der neue Parkplatz bietet 164 Stellplätze, das Parken soll zumindest vorerst kostenlos bleiben, kündigte Löffler an. Mit der kombinierten Barrierefreiheit – Aufzug auf der Ostseite, Rampe auf der Westseite – gebe es ein weitgehend einzigartige Auswahl in der Region für die Bahnnutzer mit Handicap.

Bedingungen für Reisende und Pendler verbessern

Mit dem Bau des Omnibusbahnhofs, des neuen „Radhauses“ (Fahrradgarage) und allen Parkplätzen rund um den Bahnhof werden nach der Fertigstellung die Bedingungen für Bahnreisende und Pendler optimiert werden, hieß es.