Lang hatte sich die Gemeinde für das Projekt eingesetzt. Jetzt sind die Arbeiten im Gange. Kosten für Land und Verkehrsgesellschaft: rund 300.000 Euro.
Nach Monaten oder vielmehr Jahren der Planung, vielen Anträgen und Vor-Ort-Terminen haben jetzt in Jungingen (Zollernalbkreis) die Arbeiten für einen neuen, barrierefreien Bahnübergang anstelle des Vorgängers begonnen.
Er führt von der Hochmeister- in die Bahnhofstraße und umgekehrt. Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat hatten sich an etlichen Stellen dafür eingesetzt, dass dieses Vorhaben endlich zur Umsetzung kommt. Zwar wird der neue Überweg nicht befahrbarer sein, Fußgänger können sich trotzdem freuen. Statt über zwei, führt er nach der Fertigstellung nur noch über ein Gleis und ist breit genug, um einen Kinderwagen oder ein Fahrrad bequem mitzuführen. Zugleich bietet er mehr Sicherheit.
Dafür musste der Übergang um einige Meter Richtung Osten vor die Weiche verschoben werden. „Allein dadurch wird der Überweg bereits sicherer“, sagen die Planer.
Von der Bahnhofstraße her ist eine Treppe, aber auch eine barrierefreie Rampe vorgesehen. Und auf der Seite der Hochmeisterstraße wird durch eine „Verschwenkung der Straße“ ein geschützter Bereich geschaffen, wo sich Passanten nach der bequemen Überquerung der Bahnschienen sicher aufhalten können. Bisher war es so, dass sie unmittelbar auf der Fahrbahn standen.
Der örtliche Bauhof hilft mit
Ausgeführt wird die Baumaßnahme von einer Albstädter Firma. Die Dauer der Arbeiten ist bei guter Witterung auf sechs bis acht Wochen angesetzt. Unterstützt werden die Bauleute vom Verkehrsbetrieb SWEG und vom örtlichen Bauhof.
Für die Dauer der Arbeiten ist die Bahnhofstraße halbseitig gesperrt, kann aber von beiden Seiten her befahren werden.
Die gesamte Baumaßnahme – Kosten rund 300.000 Euro – wird vom Land Baden-Württemberg und der SWEG finanziert. Die Gemeinde Jungingen trägt lediglich die Kosten für die administrativen Aufgaben.
Bürgermeister Oliver Simmendinger ist mehr als zufrieden: „Im Wahlkampf 2019 hatte ich versprochen, das Thema Bahnübergang auf den Prüfstand zu stellen, und habe damit bereits in meinem ersten Amtsjahr 2020 angefangen. Eine befahrbare Variante war aber leider nicht möglich!“
Verzögerung durch Bürokratie
Die „schier unendliche, zeitliche Verzögerung“ des Projekts, sei „letztlich der Bürokratie geschuldet“, so Simmendinger weiter . Doch der alte Überweg an der engsten Stelle beider Straßen sei einfach keine tragbare Lösung mehr gewesen.
„Deshalb bin ich wirklich froh und dankbar, dass wir nun seitens des Landes und der SWEG diese Unterstützung erhalten und zukünftig alle Fußgänger problemlos und sicher die Bahnlinie überqueren können.