Der Bürgerbus hat in zehn Jahren bereits mehr als 21 000 Menschen befördert. Foto: Steinmetz

Der Bürgerbus fährt seit 2015 in Dornhan. Jetzt soll ein neues Fahrzeug eingesetzt werden. Und es gibt weitere Veränderungen.

Das alte Fahrzeug mit einem Kilometerstand von 230 000 Kilometer hat in zehn Jahren insgesamt 21 671 Leute befördert. Seit 2022 waren es jährlich mehr als 3000 Fahrgäste.

 

2015 hat die Stadt das Fahrzeug für 50 000 Euro beschafft und dafür einen Zuschuss in Höhe von 22 000 Euro erhalten. Außerdem wurden Sponsorenverträge – aktuell sind es neun – abgeschlossen.

Wann in Betrieb?

Das neue Fahrzeug ist bereits im November 2025 an die Stadt ausgeliefert worden. Die Kosten lagen bei mehr als 95 000 Euro, jedoch sind die Zuschüsse mit 40 000 Euro auch fast um die Hälfte höher. Zudem rechnet die Stadt mit einem Sponsoring von rund 10 000 Euro und weiteren Einnahmen durch den Verkauf des Altfahrzeugs.

Wann der neue Bus in Betrieb genommen wird, steht noch nicht genau fest. Anvisiert sei ein Termin im Februar oder März. Der Zeitpunkt hängt unter anderem von den Sponsoren und der Beschilderung ab. Zehn Firmen hat die Stadt bereits für einen Werbevertrag für kleinere Flächen am Bus gefunden. Weitere Interessenten müssten jedoch noch gesucht werden. Die Einnahmen werden zur Fahrzeugunterhaltung genutzt.

Zudem stellt die Stadt in diesem Jahr eine Antrag für das Förderprogramm „Gemeinschaftsverkehr“. Hier beträgt die Zuwendung 4000 Euro bis Ende 2027. Geplant ist auch eine neue Beschilderung der Bushaltestellen mit einer größeren Schrift, damit sie von älteren Fahrgästen besser gelesen werden kann.

Vier- bis fünfstelliger Verlust

Für die Stadt ist die Unterhaltung des Bürgerbusses nicht ganz kostenneutral. Dem Jahresbericht zufolge entstand 2024 ein Verlust von rund 3700 Euro. 2025 kam ein Defizit von mehr als 11 000 Euro zustande.

Die Betriebskosten stiegen, weil bei sechs Busfahrern der Personenbeförderungsschein verlängert werden musste. Hier fallen beim Landratsamt Rottweil Gebühren für die ärztliche Untersuchung und die Erlaubnis an.

Fahrpreis wird beibehalten

Die Liniengenehmigung sei noch für einige Jahre gültig, berichtete Huber. Auch der Fahrpreis von einem Euro werde beibehalten. Ab dem 1. März wird ein neuer Fahrplan eingeführt. Dieser richtet sich nach den Wünschen der Fahrgäste.

Momentan stehen 22 ehrenamtliche Bürgerbusfahrer in vier Teams zur Verfügung. Huber teilte mit, dass beim Jahresabschluss im November 2025 sechs Männer und eine Frau für zehnjährigen Fahrdienst geehrt worden sind.