Beim Besuch der Ölmühle Brändle in Empfingen: Klaus Mack (Vierter von rechts) spricht mit Heike Spohn (von links), Daniel Spohn, Bürgermeister Ferdinand Truffner, Helmut Spohn, Simone Lamparter und Ann-Kathrin Lamparter über die Herausforderungen des Mittelstands. Foto: Büro Mack

Unternehmen in der Region kämpfen mit Überregulierungen und Bürokratie – so auch die Ölmühle Brändle in Empfingen.

Bei der Ölmühle Brändle in Empfingen werden tonnenweise Saaten rein mechanisch, ganz ohne chemische Zusätze verarbeitet. Was nach dem Pressen übrig bleibt, wird nicht entsorgt, sondern in der Futtermittelindustrie weiterverwertet.

 

„Wir achten schon aus eigenem wirtschaftlichem Interesse auf Ressourcenschonung. Nachhaltigkeit ist für uns längst selbstverständlich. Und trotzdem kommen aus der Politik immer neue Auflagen“, erklärt Produktionsleiter Daniel Spohn. Gemeinsam mit seinen Cousinen Ann-Kathrin und Simone Lamparter bildet er die sechste Generation im Familienunternehmen.

Mack lobt den „Wirtschaftsbooster“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack, lobt bei seinem Besuch die nachhaltige und verantwortungsvolle Arbeitsweise. Gleichzeitig macht er deutlich, dass der Mittelstand deutlich bessere Rahmenbedingungen brauche: „Mit dem Wirtschaftsbooster – der größten steuerlichen Entlastung für Unternehmen seit 15 Jahren – haben wir im Bundestag vor der Sommerpause ein wichtiges Signal gesetzt. Erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung sind da. Im Herbst wollen wir mit weiteren Reformen, vor allem beim Bürokratieabbau, nachlegen, um die Wirtschaft nach drei Jahren Rezession wieder in Schwung zu bringen“, sagt Mack.

Geschäftsführerin betont Aufwand für Verwaltung

Gerade im Lebensmittelsektor sei die Überregulierung spürbar, sagt Geschäftsführerin Heike Spohn: „Datenschutz, Klimaschutzanforderungen, externe Zertifizierungen des CO2-Fußabdrucks – das alles bindet enorme Kapazitäten in der Verwaltung und verursacht hohe Kosten.“

Trotzdem investiert die Ölmühle Brändle weiter: in moderne Abfüllanlagen, eine eigene Energieversorgung mit Photovoltaik und zwei Blockheizkraftwerken sowie in neue Produkte und regionale Partnerschaften mit Landwirten.

Seit mehr als 170 Jahren steht das Familienunternehmen für das, was viele Mittelständler auszeichnet: Innovation, Verantwortung und Beständigkeit – auch in unsicheren Zeiten. „Die Menschen kaufen derzeit anders ein. Viele sind verunsichert, das merken wir unmittelbar“, sagt Vertriebsleiter Helmut Spohn.

Heimische Rohstoffe

Die Stärke des Unternehmens liegt in seiner Regionalität: Heimische Rohstoffe wie Raps und Sonnenblumenkerne werden direkt vor Ort verarbeitet und in Deutschland und Europa vermarktet. Für Öle wie Walnuss oder Olive bezieht Brändle qualitätsgeprüfte Rohstoffe aus dem Ausland. Abgefüllt wird alles im eigenen Betrieb, mitunter im Auftrag großer Handelsketten unter deren Eigenmarken.

„Die Ölmühle Brändle zeigt deutlich: Wir brauchen eine verlässliche Politik, die wirtschaftliches Handeln in Deutschland wieder attraktiv macht. Nicht alles kann und sollte vom Gesetzgeber bis ins Detail geregelt werden“, sagt Mack. Der Abgeordnete sagt: „Wir müssen uns davon lösen, jeden Einzelfall mit Vorschriften abzusichern – denn das bremst unseren Wirtschaftsstandort aus.“