Zum vierten Mal wird es die ökumenische Vesperkirche geben. „Miteinander. Essen. Reden. Leben.“ ist der Slogan. Es werden noch Helfer gesucht.
„Helft uns und backt Kuchen!“: Diesen humorigen Aufruf machte Dekanatsreferent Achim Wicker im katholischen Gemeindehaus. Genau dort startet am Sonntag, 26. Januar, die vierte ökumenische Vesperkirche. Zum Auftakt wird es um 10 Uhr einen Gottesdienst in der Stadtkirche geben.
Gemeinschaft erleben, Begegnungen schaffen und gutes Essen, so fassen die Köpfe hinter der Vesperkirche das Ansinnen zusammen. Neben Wicker hatten sich Marlies Kempka von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, Pfarrer Wolfgang Braun, Christine Sentz von der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau sowie Claudia Beck und Micha Haasis zum Arbeitsgespräch zusammengefunden.
Es fehlen noch Bäcker
Bis zum Mittwoch, 5. Februar, kann jeweils von 11 bis 14 Uhr auf Spendenbasis gespeist werden. Geboten wird ein Essen mit Suppe, Hauptgang, Nachtisch und Getränk, zu haben auch als fleischlose Variante. Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen – und genau dafür fehlten noch Bäcker, wie Wicker erklärt.
Der Plan mit der Helferliste sei schon gut mit Namen bestückt. Ganze Gruppen hätten sich gemeldet, darunter Schüler vom Diasporahaus, Jugendliche aus Wohngruppen und Azubis, berichten Beck und Haasis. Dennoch gibt es noch Lücken. Mithilfe wird noch gesucht fürs Begrüßen, Bedienen, Essen ausgeben oder Spülen, jeweils von 10.30 bis 15 Uhr.
„Die Tage der Vesperkirche verändern die Stadt und bringen die Menschen zusammen, auch die Helfer“, wirbt Sentz. Pfarrer Braun ergänzt: „Weil man sitzt, wo gerade frei ist, kommt man mit neuen Menschen in Kontakt.“
Keine Konkurrenz zur Balinger Gastronomie
Finanziert wird das Essen, das aus der Küche der Kreisklinik kommt, von Sponsoren und dem Geld, das die Hungrigen spenden. „Jeder gibt, was er kann“ lautet dabei das Credo. „Das Essen ist deutlich teurer geworden“, sagt Wicher. „Aber wir bekommen das hin.“ Unter anderem habe der Baden-Württembergische Ärzteverband aus Stuttgart im Herbst eine satte Summe gespendet.
Die Vesperkirche soll explizit keine Konkurrenz zur Balinger Gastronomie sein. Deswegen wird die Speisekarte auch immer erst am Tag davor im Gemeindehaus bekannt gegeben. Schirmherr ist Dirk Abel. Der Balinger Oberbürgermeister wird am Eröffnungstag mit den Gästen speisen.
Caritas und Diakonie werden an allen Vespertagen mit einem niederschwelligen Beratungsangebot dabei sein. Beck erklärt: „So ist die Hemmung, eine Beratungsstelle aufzusuchen, geringer, sei es bei finanzieller Not oder anderen Themen.“
Helfer können sich beim katholischen Dekanat unter Telefon 07433/90 10 10 oder unter der E-Mail dekanat.balingen@drs.de melden.