Mit Erzählungen, Fürbitten und Gebeten an sechs Stationen wurde der Kinderkreuzweg durch Inzlingen vollzogen. Foto: Rolf Rombach

Der Inzlinger Kinderkreuzweg führte am Karfreitag über sechs Stationen von Kirche zu Kirche.

Vor allem Erstkommunikanten und Konfirmanden beteiligten sich an diesem Rundgang durch Inzlingen, wobei an die Stationen der biblischen Erzählung erinnert wurde.

 

Der frühlingshafte Sonnenschein passte am Karfreitag nicht ganz zum Thema des Kinderkreuzwegs: die Leiden Christi. Über sechs Stationen erfuhren die Teilnehmer die Karwoche aus verschiedenen Blickwinkeln. Gestartet wurde an der katholischen Peter-und-Paul-Kirche, ehe es durch das Dorf zur evangelischen Kirche ging.

Liebevoll zueinander sein

Ein Esel erzählte stolz, wie er Jesus an Palmsonntag nach Jerusalem brachte. Ein Krug zeigte sich zunächst traurig, dass er nicht für Wein bestimmt war zum Pesach-Fest und offenbarte dann seine Überraschung, dass Jesus seinen Freunden wie ein Diener die Füße wusch. „Wir sollten alle so liebevoll miteinander umgehen“, so sein Appell. Die Demütigungen am Karfreitag erhielten gleich drei Etappen. Zunächst stellte die Dornenkrone fest, dass Jesus der König der Armen war, weshalb man ihm diese auf den Kopf setzte. Das Kreuz, symbolisch für die Last die alle mit sich tragen und ein Tuch, mit dem man sich den Schweiß abwischen kann, folgten. Und mit jeder Etappe füllte sich das große Holzkreuz mit Verzierungen. Kinder und Jugendliche sprachen die Fürbitten. Parallel dazu durften die Teilnehmer Wachsquadrate auf Kerzen anbringen, die sie später mit nach Hause nehmen durften.

Von der dunklen Stunde des Todes berichtete die Lanze eines Soldaten, die gemäß der biblischen Erzählung in Jesus Seite gebohrt wurde um dessen Versterben zu bestätigen. Gleichzeitig wurde die mitgeführte Kerze gelöscht.

Ein Stein kommt zu Wort

An der Lukas-Kirche kam ein Stein zu Wort, der ursprünglich das Grab Jesu verschloss und plötzlich das offene und leere Grab sah. „Das Licht ist ein Zeichen für Jesus“, erläuterte Pastoralreferentin Anja Dörner, ehe die mitgeführte Kerze wieder angezündet wurde als Zeichen der österlichen Auferstehung.