Zur Osternacht waren die Grenzacher Katholiken wieder in der evangelischen Leodegarkirche zu Gast. Auch daran zeigt sich, wie Ökumene gelebt werden kann.
Die Pfadfinder sorgten für Feuer und Grillwürste. Die Feier der Osternacht begingen die Katholiken der Doppelgemeinde in diesem Jahr in der evangelischen Kirche in Grenzach, wo die St.-Michaelsgemeinde seit der temporären Schließung ihres eigenen Gotteshauses immer wieder aufgenommen wird. Zwar ist die Nutzung des Pfarrsaals unter dem katholischen Kirchenschiff wieder unter bestimmten Bedingungen möglich (wie an Gründonnerstag), doch ist die Zukunft des Gebäudes noch nicht final geklärt.
Da die evangelische Gemeinde in der Wyhlener Friedenskirche mit Pfarrer Jörg Winkelströter und der Kleinen Kantorei feierte, nutzten die Katholiken erneut St. Leodegar in Grenzach für den feierlichen Gottesdienst.
Große Helferschar
Ministranten, Pfadfinder, Musikanten und vor allem das Gemeindeteam sorgten für viel Abwechslung in der zweistündigen Messe. Zunächst im Dunkeln vor der Kirche zog die Gemeinde dann gemeinsam in das Gebäude. Helfer verteilten das Licht der Osterkerze an die Stuhlreihen, wodurch dann auch optisch eine besinnliche Stimmung entstand. Mit dem Gloria-Ruf gingen die Lampen an, und die bis dahin schweigende Orgel untermalte fortan die Gesänge.
Ostern ist Erneuerung
Kooperator Michael Dafferner sprach in seiner Predigt von der Bedeutung des Osterfests: „Ostern bedeutet keine sofortige Veränderung. Aber den Beginn von etwas Neuem.“ Damit verbunden sei auch stets die Hoffnung, die wie beim Einzug in die dunkle Kirche von einem Licht getragen werde, welches seine Kraft dann weitergibt und etwas Großes schafft. „Es ist der Funke der Hoffnung, der die Welt verändert, sowie das Aufstehen nach einem Scheitern. Das ist Ostern.“
Die Pfadfinder der DPSG Grenzach-Wyhlen sorgten zu Beginn für das Osterfeuer, auf dem im Anschluss Würste gegen Spendenbasis gegrillt wurden. Mitglieder des Gemeindeteams hatten Brotkörbe mit Osterzöpfen aus Hefeteig mitgebracht, die vor dem Auszug der Gemeinde aus der Kirche geweiht wurden. Bei einem gemütlichen Umtrunk vor der Kirche durften sich die Gottesdienstbesucher dann bedienen und auf die heilige Osternacht anstoßen.
Die Auferstehungsfeier am Ostersonntag feierte dann Pfarrer Gerd Möller in der Wyhlener St. Georgskirche, ehe mit einem Familiengottesdienst im Pfaarsaal St. Michael unter dem Motto „Herzklopfen“ die Feiertage in der Doppelgemeinde ausklangen.