Die ökologische Aufwertung des Flusses und der Bau eines naturnahen Wohnmobilstellplatzes in Villingen sind ein zukunftsweisendes Projekt für die Stadt. Der erste Bauabschnitt soll im Mai 2025 starten.
Die Renaturierung der Brigach in Villingen wird ab Mai 2025 mit dem ersten Bauabschnitt rund um den geplanten Wohnmobilstellplatz im Stadtbezirk Villingen starten. Das Projekt stellt die Stadtverwaltung in der Sitzung des Technischen Ausschusses am Dienstag, 10. Dezember, ab 17 Uhr in der Neuen Tonhalle in Villingen vor. Neben der ökologischen Aufwertung des Flusses steht auch die Entwicklung eines modernen und naturnahen Wohnmobilstellplatzes im Fokus.
Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll bis 2027 ein guter ökologischer Zustand der Gewässer erreicht werden, heißt es in den Vorlagen für die Sitzung. Die Doppelstadt setzt dieses Ziel im Rahmen einer umfassenden Renaturierung der Brigach um. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer naturnahen Gestaltung des Flusslaufes.
Neben der strukturellen Aufwertung, bei der Arbeiten am Flussbett anstehen und Strömungslenker eingesetzt werden, entstehen im ersten Bauabschnitt zudem Schutz- und Rückzugsräume für Fische. Außerdem werden zur Verbesserung des Abflussverhaltens sogenannte Bermen eingebaut.
Zugang zum Ufer
Eng mit der Renaturierung der Brigach verknüpft ist der Bau des Wohnmobilstellplatz. Die Stellplätze sind so gestaltet, dass sie die Uferabflachungen unterstützen und zugleich den Wohnmobilisten einen Zugang zum Ufer ermöglichen. Die Ringerschließung des Platzes, großzügige Grünflächen und die Integration des Brigachufers in das Platzdesign schaffen eine naturnahe Atmosphäre, die sich vom üblichen Parkplatzcharakter vieler Wohnmobilstellplätze abhebt.
Im ersten Bauabschnitt der Brigachrenaturierung entlang des Wohnmobilstellplatzes werden die Böschungen abgeflacht, eine Treppe ermöglicht den Zugang zur Brigach. Dies schafft für die Besucher eine Aufenthaltsqualität direkt am Fluss. Im nördlichen Bereich wird die Brigach weiter aufgeweitet und die Böschungen erneut abgeflacht, um einen zusätzlichen Zugang zum Wasser zu schaffen. Mit diesem Konzept will Villingen-Schwenningen neue Maßstäbe für Wohnmobilstellplätze setzen und Erholung mit ökologischem Mehrwert kombinieren.
Kosten von 930 000 Euro
Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf 930 000 Euro, wovon 532 000 Euro durch Fördermittel abgedeckt werden. Die verbleibenden 398 000 Euro trägt die Stadt. Weitere Bauabschnitte sind in Planung und sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden.
Mit dieser Umgestaltung leiste die Stadt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur nachhaltigen Stadtentwicklung, steht in den Sitzungsvorlagen. Die Bürger dürfen sich auf eine ökologisch aufgewertete Brigach freuen, während der Wohnmobilstellplatz Besucher aus Nah und Fern anziehe und gleichzeitig die Natur schütze, ist sich die Verwaltung sicher.