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Ökologischer Durchgang Stadt baut teure Fischtreppe an Nagold

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Die Bauarbeiten am Wasserkraftwerk in der Uferstraße neigen sich trotz Verzögerungen dem Ende zu. Für Fische und Kleinlebewesen, die in der Nagold schwimmen wurde ein "ökologischer Durchgang" errichtet. Foto: Fritsch

Fachleute sprechen lieber von einem "Slot-Pass" statt einer "Fischtreppe". Doch so ein "ökologischer Durchgang" für Fische und Kleinlebewesen kann ganz schön was kosten. Bei den laufenden Sanierungsarbeiten am Rentschler-Wehr an der Nagold jedenfalls gehen etwa drei Viertel der Kosten von rund einer Million Euro auf das Konto des neuen Fischdurchgangs. Mehr über den aktuellen Baustellen-Stand gibt es in unserem (SB+)-Bericht zu lesen.

Nagold - Seit Juli ist die Uferstraße wegen Bauarbeiten an der Wehranlage halbseitig gesperrt. Die Fertigstellung war für November geplant. Doch daraus wird nichts. Trotz Verzögerungen neigt sich der Bau allmählich dem Ende zu.

Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten am Rentschler-Wehr abgeschlossen und somit die Uferstraße wieder beidseitig frei sein. So zumindest der derzeitige Plan, teilt Peter Haselmaier vom Baudezernat in Nagold mit.

Grund für die Verzögerung sei die Bausubstanz der Anlage, die deutlich schlechter sei als ursprünglich erwartet. Zwar wurde im Vorfeld der Baumaßnahme die Anlage geprüft, aber "bei einem 100 Jahre alten Bauwerk sind nicht so viele Untersuchungen möglich", so Haselmaier. Die Mängel haben sich daher erst während der Arbeiten herausgestellt. Dieser Umstand führte dazu, dass weitere Sanierungsarbeiten notwendig waren. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 50 000 bis 60 000 Euro.

Betonwände, mit unterschiedlich großen Steinen, Spat und Erde gefüllt, bilden Durchgang für die Tiere

Neben der Betonsanierung der Anlage und Arbeiten an der Wehrklappe wurde bei der Baumaßnahme auch ein "ökologischer Durchgang" errichtet. Fische und Kleinlebewesen, die in der Nagold schwimmen, soll es ermöglicht werden den Höhenunterschied an dieser Stelle ohne größeren Aufwand überwinden zu können.

Dabei handelt es sich nicht um eine Fischtreppe oder Rampe. In der Fachsprache werden solche ökologischen Durchgänge als "Slot-Pass" bezeichnet. Betonwände bilden einen Durchgang, der mit unterschiedlich großen Steinen, Spat und Erde gefüllt wird. Das gibt den Tieren die Möglichkeit an einigen Stellen etwas länger zu verweilen und eine "Pause" einzulegen.

Damit der Aufstieg nicht zu steil ist umkurvt der Durchgang die Anhöhe anstatt gerade hoch zu verlaufen. "Durch den Verlauf gewinnen wir an Strecke und können das Gefälle so niedrig wie möglich halten", erklärt Haselmaier. Genau das war das Problem der alten Fischtreppe, die früher an der Seite des Badeparks verlief. Sie war zu steil und fast nur für Bachforellen zu überwinden.

Die Bauarbeiten richteten sich nach den Schonzeiten für Fische und waren daher für den Zeitraum von Juli bis November geplant. Die Verzögerung der Bauarbeiten habe aber keine ökologischen Folgen, versichert Haselmaier. Das Gesamtprojekt schlägt mit etwa einer Million Euro zu Buche. Der Bau des Fischdurchgangs macht etwa drei Viertel der Kosten aus.

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