Mit Harke, Schaufel und später auch mit der Sense kann jeder mitmachen: Die Grünen-Ortsgruppe Starzach lädt zu einem Workshop in die Felldorfer Dorfgärten ein.
Regelmäßig raspelkurz geschnittene Rasenflächen machen nicht nur viel Arbeit, weil man sie ständig mähen muss. Sie sind aus ökologischer Sicht auch ziemlich eintönig. Schmetterlinge und Insekten finden dort weder Lebensraum noch Nahrung. Auf einer so genannten „bunten Wiese“ schon: Dort wachsen unter anderem Margeriten, Klatschmohn, Wiesen-Salbei und Hornklee – was Insekten lieben.
Die Grüne Ortsgruppe Starzach will deshalb eine 700 Quadratmeter große Rasenfläche südlich des Felldorfer Friedhofs in den Dorfgärten in eine „blühende Oase“ verwandeln, wie die Gruppe schreibt. Ein erster praxisnaher Workshop ist am Samstag, 18. April, ab 10 Uhr. Ein Bagger hat die Fläche bereits vorbereitet.
Schritt für Schritt wird gezeigt, wie aus einer regelmäßig gemähten Fläche eine artenreiche, naturnahe Wiese entwickelt werden kann. Vom Abschälen des Rasens über das Aufbringen von Sand bis hin zum Pflanzen heimischer Wildarten und der Einsaat können die Teilnehmenden alle Arbeitsschritte direkt miterleben und selbst mit anpacken. Eingeladen sind alle, die Lust haben, etwas für Natur und Artenvielfalt zu tun – ganz ohne Vorkenntnisse. Neben der praktischen Arbeit bietet sich die Gelegenheit, wertvolle Ideen und Wissen für den eigenen Garten mitzunehmen.
Wer kann, bringt eigene Werkzeuge wie Hacke oder Wiedehopf, Spaten, Schaufel, Rechen, Krail, Schubkarre oder Pflanzschaufel mit. Bei unsicherer Wetterlage kann man unter Telefon (0173) 1768383 erfragen, ob die Aktion stattfindet.
Alte Obstbäume werden Habitatbäume
Auf der Fläche stehen drei alte Obstbäume. Diese werden erhalten und fachgerecht geschnitten. Abgängige Bäume können als „Habitatbäume“ stehen bleiben, wobei darauf geachtet wird, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.
Die Wiese wird künftig nur noch zweimal im Jahr gemäht. So können sich die vorhandenen Blumen aussäen und vermehren. Außerdem soll die Fläche mit heimischen Wildpflanzen angereichert werden.
Neben der tatkräftigen Mithilfe am Samstag und an späteren Terminen (zum Beispiel bei der Mahd) kann man die Aktion auch auf andere Weise unterstützen. Etwa mit einer Geldspende für Material, auf das Konto der Gemeinde Starzach (IBAN: DE 38 6415 0020 0005 0781 85, KSK Tübingen, Stichwort: Oase der Vielfalt) oder mit Sachspenden wie Sand, und Material für die Nisthilfen.
Im Herbst werden Blumenzwiebeln gesteckt
Letztere sollen gemeinsam gebaut werden, wobei auch Kinder mithelfen können. Dafür gibt es weitere Termine. Im Herbst sollen dann Blumenzwiebeln gesteckt werden. Gefragt sind auch weitere Ideen zur Förderung der Biodiversität. Wer am Samstag keine Zeit hat, sich aber trotzdem für die Aktion interessiert, erhält weitere Informationen unter E-Mail doris.deppe@krauss-naturgarten.de oder Telefon (0173) 1768383.