Der Maulburger Künstler Bruno Haas hat Ende 2025 eine zweite Wand des Tennisclubs künstlerisch gestaltet.
In Maulburg kommt man an Bruno Haas nicht vorbei. Wer von der Bahn Richtung Rathaus läuft, muss nicht weit gehen, um ein Kunstwerk von ihm zu sehen. Der Künstler hat die Außenwand des Hauses Köchlinstraße 1 bemalt – allerdings nur die obere Etage, weil in dem Zwei-Eigentümer-Haus der Besitzer der unteren Etage laut Haas eine Wandgestaltung ablehnt. Wer sich weniger für Kunst interessiert, aber Sport treibt, wird schon einmal einen Blick auf die schmale Wand im Hallenbad geworfen haben. Die hat Haas auch gestaltet. Beim Schwimmen im Hallenbad kann man also nicht nur sein sportliches Vergnügen haben, sondern auch Kunst erleben.
Flächen-Mosaik im Hintergrund
Und dann gibt es noch einen dritten öffentlich zugänglichen Ort, an dem man Haas’ Kunstwerke sehen kann: der Tennisclub Maulburg. Gleich am Eingang empfängt seit 2020 ein Gemälde an der weißen Tennisheim-Wand den Besucher. Übergroß sticht ein gelber Filzball aus dem Bild heraus, links ragt ein Tennisschläger aus dem rechteckigen Bildformat. Auch der Schriftzug mit dem Vereinsnamen stammt von Haas.
Der TC Maulburg ist nicht der einzige Verein, für den der Künstler eine visuelle Gestaltung gemacht hat; auch das äußere Erscheinungsbild des Vereinsheims des TUS Stetten etwa basiert auf einem Entwurf des Maulburger Künstlers.
Ende 2025 hat der 87-Jährige nun eine zweite Wand beim TC Maulburg bemalt, diesmal die der Garage am linken Grundstücksrand nahe dem Fußgängerweg. Haas hat sich hier für ein Tennis-Motiv entschieden: Ein Mann steht einer Frau auf einem Platz gegenüber, und wenn beide nicht einen Tennisschläger in der Hand hielten, könnte man meinen, sie würden fechten. Sie werden von zwei Kindern, die auf Stühlen sitzen, und drei hochgewachsenen, skulpturenartigen und stehenden Zuschauern beobachtet. Der Hintergrund besteht aus unterschiedlich großen, drei- oder viereckigen Flächen mit hellen Farben.
Der Künstler, der auch Tennis spielt, wenn auch nicht gut, wie er betont, hat für das Bild Mineralfarben verwendet, die wetterfest sind. Wenn die Sonne auf das Bild scheint, leuchten die Farben.
Einige Flächen haben an ihrem Rand eine kurze gestrichelte oder durchgezogene Linie, die aber nicht über den gesamten Rand verläuft. Diese Grenzmarkierungen sieht man in vielen Bilder des Künstlers.
Nicht sein erstes Werk für den Tennisclub
Haas ist sozusagen der Hauskünstler des Tennisclubs. Zwei weitere Bilder von ihm hängen im Tennisheim. Das eine, im Juni 1983 entstanden, zeigt in der unteren Hälfte einen dunklen Sandplatz wie man ihn beispielsweise von Roland Garros kennt. Es entstand nach Angaben von Haas zur Eröffnung des Clubheims.
Das andere Bild an der Fensterseite, „Feld und Spiel“ betitelt, ist eine Collage mit Elementen, die miteinander verbunden sind. Bruno Haas sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, er will es dem Betrachter überlassen, was dieser in seinen Bildern sieht.