Der „Runde Tisch Bahnhofsvorplatz“ hat seine Beratungen vorerst abgeschlossen. Erstes Fazit: Die Justierungen haben Wirkung gezeigt, gleichwohl ist die Situation noch nicht zufriedenstellend.
Mit dem Ziel, rund um den Bahnhofs- und Egon-Hugenschmidt-Platz ein gutes Miteinander für alle zu schaffen, hatte die Stadt Lörrach im vergangenen Sommer einen „Runden Tisch“ initiiert. Grund dafür waren verschiedene Vorfälle auf und rund um den Bahnhofsplatz.
Der Runde Tisch
Neben den fachlich Verantwortlichen der Stadtverwaltung waren Vertreter der anliegenden Geschäfte, die Polizei, sowie Vertretende der Obdachlosen- und Drogenhilfe Teil dieses Beratungsgremiums. Geleitet wurde der „Runde Tisch Bahnhofsvorplatz“ von Oberbürgermeister Jörg Lutz.
Seit Juni 2023 ist der Runde Tisch mehrfach zusammengekommen, um die Situation vor Ort gemeinsam zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu finden, beide öffentlichen Plätze sowie die angrenzenden Geschäfte sicherer zu machen und die Aufenthaltsqualität für die Bürgerschaft zu erhöhen.
Die Problematik
„Grund für die Einberufung des Runden Tisch Bahnhofsvorplatz waren verschiedene Delikte, die sich im Frühjahr 2023 auf beiden Plätzen und auch in einem Lebensmittelmarkt ereignet hatten. Gemeinsam haben die beteiligten Akteure nach Lösungen gesucht, um diesen Bereich der Innenstadt attraktiv für alle und sicher für die Bürgerschaft zu halten“, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.
Insbesondere war dabei auch der Fokus auf den Umgang mit „randständigen Personen“, so die Stadt, die sich auf beiden Plätzen aufhalten, gerichtet.
Die Maßnahmen
Verschiedene Interventionen wurden vorgenommen, etwa die Platzierung eines Urinals auf dem Egon-Hugenschmidt-Platz, eine verstärkte Präsenz von Polizeistreifen auf beiden Plätzen sowie die Schaffung einer Streetworker-Stelle bei der Stadtverwaltung sowie eines Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Die Geschäfte am Bahnhofsvorplatz haben ferner interne eigene Maßnahmen ergriffen, wie den Einsatz von Sicherheitskräften und Ladendetektiven oder die Umstellung des Warensortiments.
„Bei der vergangenen Sitzung des Runden Tisches wurde eine Verbesserung der Situation festgestellt, jedoch ist diese noch nicht zufriedenstellend“, heißt es.
Bilanz und Perspektiven
Mit dem sich abzeichnenden Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes und eines Streetworkers erhofft sich die Stadtverwaltung eine weitere Verbesserung der Lage. Niedrigschwellige Kontaktbildung, insbesondere zur Gruppe der „randständigen Personen“ soll zur Beruhigung der Situation beitragen. Weitere Treffen des Runden Tischs sind aktuell nicht geplant: Aber: „Die Akteure bleiben im Austausch, um Tendenzen rasch entgegenwirken zu können.“