Die Busse der Linie 7304 zwischen Lörrach und Rheinfelden fahren Inzlingen nur abends und dann nur auf Verlangen an. Foto: Nagengast

Bürgermeister Marco Muchenberger wünscht sich eine abgestimmte Verkehrseinbindung seiner Gemeinde in das ÖPNV-Netz des Landkreises.

Hierzu sollen entsprechende Prüfaufträge formuliert und beim Landkreis platziert werden, wie Muchenberger am Dienstagabend im Inzlinger Gemeinderat sagte..

 

Aktuell ist Inzlingen mit Haltestellen auf der SWEG-Linie 3 (Lörrach-Inzlingen-Riehen) im Fahrplan des Stadtverkehrs Lörrach berücksichtigt. Hier liegt bereits ein Prüfauftrag für ein Linienbündel vor, allerdings nur in Verantwortung der Stadt Lörrach und nicht des Landkreises.

Die SBG-Buslinie 7304 zwischen Lörrach und Rheinfelden hält nur abends und auf Verlangen in Fahrtrichtung Rheinfelden am Inzlinger Wasserschloss.

Wer von Rheinfelden aus nach Inzlingen reist, muss ansonsten am Waidhof aussteigen und von dort ins Dorf laufen. Deshalb plädiert Muchenberger seit bereits zehn Jahren für eine ständig anzufahrende Haltestelle am Wasserschloss in beide Richtungen.

Beim Prüfauftrag, inwieweit Inzlingen besser an Riehen und das Busnetz der BVB angebunden, aber auch mit dem Ortsverkehr Grenzach-Wyhlen verknüpft werden kann, sieht Inzlingens Gemeindeoberhaupt eine Möglichkeit in der Verlängerung der Buslinie 7311. Diese verbindet Rührberg mit Grenzach-Wyhlen. „Von dort ist es nur ein kurzes Stück bis zum Wasserschloss und damit der Anbindung der Busverbindung mit der Linie 3.“ Dies würde sowohl von Grenzach-Wyhlens Bürgermeister Tobias Benz als auch von Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt als Anbindung an die von Rheinfelden nach Lörrach führende Linie 7301 begrüßt. Problem jedoch auch hier: Die Linie 7311 gehört zum Ortsverkehr der Doppelgemeinde, die Anbindung an Inzlingen würde sie in gestalterischer wie finanzieller Hinsicht unter die Obhut des Landkreises bringen. Und der hat finanziell gerade andere Sorgen.

Konsens: Die Ausschreibungen für die Prüfaufträge sollen auf die betroffenen vier Buslinien abgestimmt formuliert werden. SPD-Gemeinderat Thilo Glatzel hält das Konstrukt für möglicherweise zu kompliziert, um Chancen auf eine Bewilligung zu erhalten. Wilfried Boeck (Gemeinsam für Inzlingen) ergänzt die Bedenken Glatzels um die Frage: „Wäre es nicht besser, eine Priorität zu setzen?“

Muchenberger beschwichtigt: „Es handelt sich vorläufig nur um einen Prüfauftrag, nicht um eine konkrete Planung. Die Prioritäten ergeben sich aus einer Machbarkeitsstudie.“

Es gehe zunächst um das Formulieren von Verbesserungsvorschlägen, welche die Bürger der Gemeinde befeuern könnten, indem sie ihre Gedanken und Wünsche auf der Homepage des Landkreises beim Beteiligungsverfahren nennen.