Gezählt sind die Tage dieses vom Biber angenagten alten Obstbaumes zwischen Fischbach und Niedereschach. Foto: Albert Bantle

Dass der Biber auf der Gemarkung der Gesamtgemeinde Niedereschach angekommen ist, ist seit Jahren bekannt. Dass er sich seither stark vermehrt hat, ist unübersehbar, denn die durch den Biber verursachten Schäden nehmen zu.

Niedereschach-Fischbach - Wer entlang der vielen Bäche in und rund um Niedereschach unterwegs ist, stößt immer wieder auf von Bibern kunstvoll und fast schon einer architektonischen Meisterleistung gleichend, gebaute Staudämme. Um sich vor Feinden zu schützen, die bei sinkendem Wasserstand in ihren Bau eindringen könnten, und um im Winter von ihren unter Wasser versteckten Holzvorräten zehren zu können, legen Biber Stauseen an. In der Nähe solcher Seen ist unübersehbar, wie der fleißige Nager aktiv ist und mit seinen scharfen Zähnen stattliche Bäume fallen kann.

 

Auch alte Obstbäume in Gefahr

Selbst vor alten Obstbäumen macht er dabei nicht halt. Dass die Besitzer solcher Obstbäume hiervon nicht begeistert sind, versteht sich von selbst. Doch der Biber steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht ohne weiteres vertrieben oder gar bejagt werden. Selbst wenn durch den Biber wertvolle alte Obstbäume absterben oder gefällt werden, können die Besitzer der Bäume nicht mit Entschädigungen rechnen, wie sich in der Gesamtgemeinde Niedereschach bei Schadensfällen bereits gezeigt hat. Wer also entlang von Bächen Streuobstwiesen oder einzelne alte Obstbäume besitzt, sollte diese durch geeignete Verbiss-Schutzmaßnahmen vor den fleißigen Nagern schützen, lautet die Empfehlung.

Info: Das Tier

Beim Nagen stützt sich der Biber auf seinen Schwanz ab. In einer Nacht fällt ein Biber ohne weiteres einen Baum mit bis zu 30 oder gar 40 Zentimeter Durchmesser. Beim Nagen schneidet er keilförmig zwei bis drei Zentimeter breite und bis zu 15 Zentimeter lange Späne ab. Dadurch entsteht am angenagten Baum die typische Sanduhrform.