Jedes Jahr landen Äpfel und Birnen auf dem Boden und finden keine Verwendung. Dies soll durch die Aktion „Gelbes Band“ verhindert werden. Das Landratsamt Tuttlingen erklärt, wie das Ganze abläuft.
Im Rahmen der Aktion ist es erlaubt, gekennzeichnete Bäume zu beernten und die Früchte für private Zwecke zu verwerten. Wer im Landkreis Tuttlingen Obstbäume entdeckt, die mit einem gelben Band markiert sind, darf sich bedienen, denn diese signalisieren: Hier darf kostenlos und ohne weitere Rücksprache für den Eigenbedarf geerntet werden.
Gegen Verschwendung
Ziel dieser Aktion ist es, heimisches und saisonal verfügbares Obst sinnvoll zu nutzen und nicht auf dem Boden verrotten zu lassen. Somit soll auch der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt werden.
Damit alle mit Freude bei der Ernteaktion mitmachen können, sollten ein paar Verhaltensregeln beachtet werden: Es darf ausschließlich von Bäumen und Sträuchern geerntet werden, die ein gelbes Band tragen. Denn nur deren Früchte wurden von den Besitzerinnen und Besitzern für die Ernte freigegeben. Generell sollte man achtsam gegenüber der Natur sein und das Eigentum anderer. respektieren. Mit den Obstbäumen sollte behutsam umgegangen werden und es sollte nur, was ohne Benutzung von Leitern oder ähnlichem in Reichweite hängt, geerntet werden. Zudem kann man das mitnehmen, was auf dem Boden liegt.
Baumbesitzer können mitmachen
Beim Betreten der Obstwiese sollte man auf Bodenunebenheiten, herumliegende Äste oder andere mögliche Gefahrenstellen achten. Und ernten sollte man nur so viel, wie man tatsächlich verbrauchen kann. Wer selbst Streuobstbäume besitzt und nicht alle Äpfel oder Birnen selbst ernten und verwerten kann, kann ebenfalls bei der Aktion mitmachen. Beim Landschaftserhaltungsverband Landkreis Tuttlingen sind die gelben Markierbänder für Privatpersonen kostenlos erhältlich. Die Bänder sollten gut sichtbar um den Stamm des Baumes angebracht werden. Am besten eignen sich reißfeste zersetzbare Papierbänder.
Auf der Homepage www.lev-tut.de unter der Rubrik „LEV aktuell“ findet man eine Karte mit den Standorten der markierten Bäume, die laufend aktualisiert wird. Ansprechpartnerin ist Franziska Sachse, Telefon 07461/92 691 56, E-Mail f.sachse@lev-tut.de.