Der Obst- und Gartenbauverein Seedorf will seine Obstanlage für Besucher attraktiver machen – unter anderem durch eine feste WC-Anlage.
Der Seedorfer Obst- und Gartenbauverein will für die Gäste seiner Obstanlage im Gewann „Hetzelrain“ den Komfort verbessern. Dazu bedarf es jedoch eines Bebauungsplans.
Mit dem einstimmig gefassten Aufstellungsbeschluss brachte der Gemeinderat das Baurechtsverfahren in jüngster Sitzung in Gang. Das Gremium billigte den vorgelegten Entwurf und die örtlichen Bauvorschriften. Gleichzeitig wurde die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet. Der Obst- und Gartenbauverein betreibt seit vielen Jahren im Gewann „Hetzelrain“ seinen Vereinsgarten. An dem idyllisch gelegenen Platz im Außenbereich befindet sich die vereinseigene Obstanlage und ein Schuppengebäude.
Rundgänge in den Sommermonaten
Besucher werden in den Sommermonaten zu einem Rundgang durch die Versuchsanlage eingeladen. Es gibt für die Gäste beim „Tag des offenen Gartentürles“ Kaffee und Kuchen. Bisher gab es dort keine fest installierte Toilettenanlage. Man behalf sich mit einem mobilen WC. „Wegen der fehlen Toilette haben wir immer weniger Gäste“, beklagte Vorsitzender Martin Hangst im Gemeinderat.
Weiterer Betrieb ohne Anlage nicht möglich
Ein weiterer Betrieb ohne WC-Anlage werde nicht möglich sein. Die Anlage bilde das Zentrum des Vereinsgeschehens und sei für den OGV von existenzieller Bedeutung, betonte der Vorsitzende. Der Verein, so berichtete Bürgermeister Peter Schumacher, sei auf die Gemeinde zugekommen. Eine Erweiterung des im Außenbereich befindlichen Vereinsgebäudes sei nach Paragraf 35 des Baugesetzbuches nicht möglich. Der Verein zähle nicht zum aufgeführten privilegierten Kreis.
Die Verwaltung habe sich zwischenzeitlich mit dem Landratsamt Rottweil abgestimmt und nach Lösungsansätzen zur Erweiterung des Vereinsgebäudes gesucht. Ergebnis: Um die angedachten Sanitäreinrichtungen verwirklichen zu können, muss für das Vereinsgelände ein Bebauungsplan erstellt werden.