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Oberwolfach Wolftalschule richtet FSJ-Stelle ein

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An der Wolftalschule soll im kommenden Schuljahr eine FSJ-Stelle eingerichtet werden. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Stelle für den Freiwilligendienst soll ab dem kommenden Schuljahr an der Wolftalschule in Oberwolfach eingerichtet werden. Der Unterstützung durch die Gemeinde hat der Gemeinderat am Dienstagabend grünes Licht gegeben.

Oberwolfach. Da er als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Wolftalschule befangen war, nahm Bürgermeister Matthias Bauernfeind im Zuschauerraum Platz und Erna Armbruster übernahm die Leitung der Sitzung. Der Förderverein hatte den Antrag auf die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 2850 Euro gestellt. Die Stelle soll aus Spenden finanziert werden – auch die Gemeinde hat eine entsprechende Anfrage erhalten, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht.

Im kommenden Schuljahr würden 28 Kinder eingeschult werden. Natürlich könnten die Kinder von einer Lehrkraft unterrichtet werden – in Zeiten von Corona werde es da aber zum Beispiel schon mit dem Abstand eng. "Wir haben im Kollegium hin und her überlegt, wie wir das bei dieser Klassengröße am besten machen", erklärte Schulleiterin und Fördervereinsvorsitzende Lydia Seyffert. Nun habe sich eine junge Oberwolfacherin gemeldet, die gerne ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an der Wolftalschule absolvieren würde.

Es seien bereits unterschiedliche Organisationen um Spenden gebeten worden, so Seyffert weiter. Jetzt fehle es an Mitteln für vier Monate. Die FSJlerin würde über die Caritas eingestellt und von ihr geschult werden.

Schule will im Gegenzug Kosten einsparen

Eingesetzt werden soll die junge Frau unter anderem in der Betreuung der Kinder und in der verlässlichen Grundschule. Während die eine Hälfte der Klasse vom Lehrer unterrichtet wird, könnte die andere Hälfte so von ihr betreut werden. Die Kosten pro Monat belaufen sich auf rund 710 Euro. "Uns fehlen noch rund 2850 Euro, um sie für ein ganzes Jahr anstellen zu können", fasste Seyffert zusammen.

Es handele sich dabei zwar um überplanmäßige Ausgaben, die Schule sei im Gegenzug aber auch bereit, im allgemeinen Schulbudget Kosten einzusparen, fügte Armbruster hinzu. Gemeinderat Martin Welle (CDU) stand der Sache grundsätzlich positiv gegenüber, gab aber zu bedenken, dass das ein zweischneidiges Schwert sei. "Der Mindestlohn wird deutlich unterschritten, das sollten wir im Hinterkopf haben", meinte er. Martin Dieterle (Freie Wähler) befürwortete den Antrag. "Das kommt 28 jungen Oberwolfachern zu Gute", sagte er. Udo Schacher (CDU) sah es ähnlich, hatte aber eine Anregung: "Vielleicht sind auch die Eltern bereit, ihren Beitrag zu leisten."

Sie habe den Antrag erst in trockenen Tüchern wissen wollen, so Seyffert. Mit dem jetzigen Rückenwind wolle sie bei den Eltern nochmals die Werbetrommel rühren. Schacher spendete spontan 100 Euro für die Sache.

"Wir zeigen so, dass uns die Schule am Herzen liegt", meinte Armbruster und warb dafür, mit dem Anliegen nochmals an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Stelle sei auf ein Jahr begrenzt, der Verein überlege aber, diese Stelle dauerhaft einzurichten, wenn sich mehr Organisationen oder Privatleute beteiligen, fügte Bauernfeind hinzu.

Der Gemeinderat sprach sich schließlich einstimmig dafür aus, die Kosten in Höhe von rund 2850 Euro überplanmäßig bereitzustellen.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet nach der Sommerpause am Dienstag, 22. September, statt. Versammlungsort ist voraussichtlich weiterhin die Festhalle.

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