Wichtig ist ein Breitbandanschluss vor allem für den entlegenen Ortsbereich auf dem Schwarzenbruch. Foto: Haas Foto: Schwarzwälder Bote

Versorgung: Oberwolfacher Gemeinderat hört Zwischenbericht der Breitband Ortenau zum Ausbaustand

Gespannt hat der Oberwolfacher Gemeinderat dem Zwischenbericht des Geschäftsführers der Breitband Ortenau, Josef Glöckl-Frohnholzer, entgegen gesehen. Angekündigt war unter anderem eine Information über den aktuellen Ausbaustand.

Oberwolfach. Erklärt wurde eingangs nochmals das Geschäftsmodell der Breitband Ortenau (siehe Info). Konkret bedeutet das, dass in den kommenden Jahren ein so genanntes Backbone-Netz bis in jede Gemeinde aufgebaut wird. Es folgen örtliche Netze in Städten und Gemeinden. Vertraglich wurde bereits geregelt, dass diese Infrastruktur an den Netzbetreiber Vodafone verpachtet wird. Vodafone ist demnach der Vertragspartner für sämtliche Kunden, denen unterschiedliche Leistungspakete zu entsprechenden Preisen angeboten werden. Aber das Netz bleibt offen, so dass auch andere Anbieter zum Zuge kommen können.

Auf welchem aktuellen Stand man in den einzelnen Gemeinde jeweils ist, kann im Internet unter www.breitband-ortenau.de laufend mitverfolgt werden. Demnach laufen aktuell für die ersten elf Kommunen mit insgesamt 24 Beteiligten bereits Förderanträge bei Bund und Land. Erste Maßnahmen, die bereits angelaufen sind, sollten bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Bis Ende 2030, so die Planung für die insgesamt vier Phasen, sollte jeder im Ortenaukreis am Turbo-Internet teilhaben können.

Weiße und graue Flecken bis 2025 tilgen

In Oberwolfach sollte die 177 grauen und 138 weißen Flecken mit totalen Unterversorgung bis 2025 getilgt sein, so das Versprechen von Josef Glöckl-Frohnholzer. Zu Beginn des zweiten Quartals 2021 sollten die Netzplanung abgeschlossen sein und die Bundes- und Landesmittel fließen. Auch die Ausschreibungen sollten in dieser Phase voll in Gang kommen und ebenso nach und nach die Vergaben.

Die konkrete Situation für Oberwolfach: Es sind aktuell zwei Förderprogramme am Laufen. Überall, wo gebaut wird, werden Leerrohre miteinbezogen. Zunächst erfolgt die Landesförderung Schwarzenbruch/Schwarzwaldstraße I. Damit wird folgender Bereich erfasst: Sachtleben, Schwarzenbruch, Hanselehof, Schwarzwaldstraße vor Dohlenbach bis zum Anwesen Welle. Des Weiteren greift die Bundesförderung für Rankach I, Tiefenbach. Hier liegt der 90-Prozent-Förderbescheid vor. Die Planung wird laut Mitteilung durch Geschäftsführer von der BOKG, Josef Glöckl-Frohnholzer, aktuell vorbereitet.

Aktuell laufen zwei Förderprogramme

Dies betrifft im Rankach den Abschnitt ab dem ehemaligen Gasthaus Bären talaufwärts sowie Grangat, Kurzenbach und auf der gegenüberliegenden Talseite Tiefenbach mit Waldhans und Waldlehme.

Künftige Ausbauschritte werden sein: Rankach I und Schwarzwaldstraße II. Diese beinhalten den restlichen Rankach talauswärts bis zur Walke, den Erzenbach und die Schwarzwaldstraße bis zur Walke sowie die Landeck. Des Weiteren folgen Walke und Mitteltal mit unterversorgten Bereichen bis über die Steig, dann das Mitteltal bis zum Ortsteil Kirche, mit eingeschlossen den Gelbach. Schließlich folgen der Hapbach und der Frohnbach.

Gegenwärtig überlegt man bei BOKG, wie in Bälde dezentrale Anwohnerinformationen stattfinden können, auf die auch Bürgermeister Matthias Bauernfeind verwies. Man wird sich damit befassen, wie die Planung unter den Coronabedingungen konkretisiert und umgesetzt werden kann.

Zu Detailfragen meldete sich während der Sitzung Gemeinderat Martin Welle (CDU) zu Wort, während Ratsmitglied Roland Haas (FWG) für ein flottes Vorankommen "mehr Druck vom Bund" erwartete.

Die Breitband Ortenau (kurz BOKG) kümmert sich zielstrebig darum, vor allem auch die bisher unterversorgten Gebiete und Bereiche in der Ortenau an einem Turbo-Internet teilhaben zu lassen. Gesellschafter sind 47 von insgesamt 51 Gemeinden und Städten im gesamten Ortenaukreis. Dafür bedarf es eines kreisweiten Glasfasernetzes, das schlussendlich bis in eine jede Wohnung reicht. Unterstützung hierfür gibt es sowohl vom Bund wie auch vom Land Baden-Württemberg.

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