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Oberwolfach TKO inszeniert die vier Elemente

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Mit dem ersten Jahreskonzert unter der Leitung von Christian Pöndl hat die Oberwolfacher Trachtenkapelle ein Ausrufezeichen gesetzt. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Mit dem ersten Jahreskonzert unter Dirigent Christian Pöndl hat die Oberwolfacher Trachtenkapelle ein Ausrufezeichen gesetzt. Mehrere Zugaben und ein Publikum, das auch nach drei Stunden gerne noch mehr gehört hätte, sprachen für sich.

Oberwolfach. Die Oberwolfacher Festhalle war voll besetzt, als die Trachtenkapelle (TKO) mit der Fanfare "The Benefaction from Sky & Mother Earth" ein erstes Mal aufhorchen ließ. Das Moderatoren-Team Simon Gewald, Anja Armbruster und Fridolin Meier führte ins Konzertthema "Klang der Elemente" ein.

"Wir alle leben von der Erde und leben auf ihr – und wenn wir sie auch kaum noch berühren, berührt sie uns doch. Es besteht eine innere Verbundenheit", las Armbruster. Die Begeisterung verschiedener Komponisten für die Erde und ihre vier Elemente übertrugen die beinahe 60 Musiker spielend auf ihr Publikum. Bezeichnend war dabei das passende Bühnenbild aus großen Elemente-Quardern, einer zu den Musikstücken ausgewählte Bilderschau und einer farblich abgestimmten Beleuchtung.

Im Mittelpunkt des Abends standen dann aber die imposant gewählten Musikstücke wie beispielsweise "Goddess of Fire" von Steven Reinecke. Auf Grundlage der hawaiianischen Götter-Sage um Pele, die Göttin des Feuers und der Vulkane, brannte die Kapelle ein dramatisch packendes Feuerwerk der guten Musik ab. Einen musikalischen Gegensatz trug das "Terra Pacem" des Schweizer Komponisten Mario Bürki in sich.

Weiche Akkorde und tiefgehende Harmonien

Der Komponist drückt seinen Wunsch nach dem Weltfrieden mit weichen Akkorden und tiefgehenden Harmonien aus und lässt diese immer wieder von musikalischen Störfeuern der Aggression, Gewalt und Katastrophen unterbrechen. Eine Herausforderung für die Oberwolfacher Trachtenkapelle, die sich zwischen melancholisch gehaltenem Hauptthema und dem spannenden Bruch in rhythmisch prägnanten Abschnitten profilierte.

Im letzten großen Dur-Akkord stand dann der symbolische Herzschlag der Erde für die ewige Spirale aus Frieden und Krieg, die seit jeher die Erde beherrscht. Keine Frage, der große Applaus war mehr als verdient und leitete zum Konzerthöhepunkt von Christian Pöndls Lieblingskomponisten José Alberto Pina. Dessen Werk "Island of Light" widmete sich in einem episch symphonischen Gedicht der Insel Menorca – ganze 25 Minuten lang! Aufgeteilt in drei Sätze prägten zunächst südamerikanische Rhythmen die musikalische Liebesgeschichte einer verschwundenen Insel-Schönheit, bevor ein musikalisch majestätisches Bild der Insel aus der Vogelperspektive gezeichnet wurde. Der dritte Satz widmete sich schließlich mit überraschend spannenden Hörmomenten und bemerkenswerten Instrumenten-Soli der Erschaffung monumentaler Steinbauten auf der Insel.

Für den zweiten Konzertteil hatten die Musiker dann sehr bekannte Titel wie die Ouvertüre der "Berliner Luft", ein Medley der Jazz-Legende Louis-Armstrong oder die bekannten Melodien von "Earth, Wind & Fire" einstudiert.

Beifallssturm belohnt das Orchester

Für Solistin Corina Harter kam mit "Purple Rain" von Prince der große Auftritt des Abends, bevor der exotische Zauber des Dschungels musikalisch begeisterte.

Ein aufbrandender Beifallssturm belohnte das Orchester, Zugaben von Adele und Michael Jackson sowie "wichtige und absolut unnötige Tipps" für die Feiertage belohnten das Publikum.

Nach dem offiziellen Ende des Programms überreichte TKO-Vorstand Markus Schätzle dem neuen Dirigenten Christian Pöndl die offizielle Einbürgerungs-Urkunde für Baden. Pöndl hatte die Leitung der Trachtenkapelle im März übernommen. Das erste Jahreskonzert in den Reihen des Orchesters spielten Melanie Armbruster, Carolin Echle, Michael Kiefer und Ashley Pöndl.

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