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Oberwolfach St.-Luitgard-Bau kommt weiter voran

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Bei den Aushubarbeiten für das neue Pflegeheim an der Friedensstraße kommt eine dicke Lehmschicht zum Vorschein. Foto: Haas Foto: Schwarzwälder Bote

Trotz der widrigen Witterung kommen die Erdarbeiten als Vorbereitung für den Neubau des Pflegeheimes Sankt Luitgard an der Friedensstraße in Oberwolfach flott voran. Die dicke Lehmschicht weckt dabei Erinnerungen an früher.

Oberwolfach. Der Bagger der Firma Roland Rothfuß hat sich schon tief in das lehmige Erdreich des Kirchbergs hineingefressen. Begleitet werden die Arbeiten von ständigem Vermessen und Überwachen durch das Planungsbüro. Es gilt auch fortwährend den steilen Hangbereich durch Planen zu überdecken, um ein gefahrvolles Nachrutschen zu vermeiden.

Innerhalb des ersten Bauabschnitts werden in den kommenden Monaten die ersten 26 stationären Zimmer des neuen Pflegeheims des Caritasverbands Kinzigtal entstehen, außerdem der Verwaltungsbereich und fünf von zehn Wohneinheiten im Dachgeschoss. Danach erfolgt der Umzug von Alt nach Neu und der Abbruch des alten Gebäudes. Weitere 26 stationäre Zimmer und Räume für den ambulanten Dienst und die Tagespflege werden anschließend im südlichen Bautrakt integriert. In 2,5 bis drei Jahren wird voraussichtlich die Einweihung des fertiggestellten Hauses gefeiert.

Für die Anlieger wird mit den Aushubarbeiten eine vertraute Erfahrung offenbar. Der Kirchberg ist ein "Lehmbuckel", der sich bis hinunter zum Gewann Matten reicht. Die ältere Generation weiß noch um die "Leimegaß", die sich auf der schattigen Frohnbacher Seite am Hang entlang hochzog. Diese Hohlgasse, die inzwischen im vorderen Teil verbaut und oberhalb vom Gestrüpp vereinnahmt ist, galt in früheren Zeiten als beliebte Schlittenbahn.

Aus Hohlgasse wird beliebte Schlittenbahn

Die Folge war, dass der Aufgang zum Friedhof mitunter spiegelglatt war. Er wurde so zur Gefahr für Anlieger und Besucher der Gräber oder der Gottesdienste.

So hagelte es mitunter mit Verboten und Strafandrohungen von Seiten der Gemeinde und des Pfarrherrn, was allerdings bei der Dorfjugend nicht viel Gehör fand. Ohne Straßenverkehr konnte man damals noch gefahrlos über den Lindenplatz und die Landstraße hinweg bis zum Jugendheim am heutigen Standort der Festhalle hinuntersausen. Der Schuler-Wilhelm hat sich am Steintor zum Pfarrareal das Bein so aufgeschürft, dass sogar das Schienbein gehörig malträtiert wurde.

Wenn nach solchen Malheurs schließlich der "Weberkarle" Asche und Sand streute, war es vorbei mit dem rasanten Bob- und Schlittenfahren. Vom warnenden "Hohleweg" der Schuljugend war nicht mehr viel zu hören.

Der Lehmhang zieht sich talabwärts bis zum Wolfenberg hin. Deshalb gab es im Gewann Matten bis in das vorige Jahrhundert hinein auch noch eine Ziegelei. So hat man dort innerhalb des Neubaugebiets den Hangbereich mit "Ziegelhütte" benannt.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren noch ältere Leute bekannt, wie beispielsweise die alte Frau Lehmann auf dem Grünach, die man nach dem Beruf ihrer Vorfahren noch "s’Zieglers" beziehungsweise "die alt Ziegleri" nannte.

Der Spatenstich für den Neubau des Pflegeheims St. Luitgard fiel im Dezember (wir haben berichtet). Oberwolfachs Bürgermeister Matthias Bauernfeind blickte dabei zurück auf die Vorplanungen im Gemeinderat, die bereits unter seinem Vorgänger Jürgen Nowak in die Wege geleitet wurden. Er berichtete über viele Beratungen im Rat, die Bürgerbeteiligung und die europaweite Ausschreibung mit am Ende zwei regionalen Anbietern.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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