Der hintere Teil der Minigolfanlage Oberwolfach kann vielfältig genutzt werden. Nun sind die Bürger gefragt. Foto: Fischer

Minigolfanlage: Gelände soll anders genutzt werden / Stellplätze für Wohnmobile und Autos geplant

Oberwolfach - Was wird aus der seit drei Jahren brach liegenden Minigolfanlage in Oberwolfach? Das können die Bürger nun mitentscheiden und am Infotag im Juni ihre Ideen einbringen.

Nach drei Jahren Stillstand soll auf dem Minigolfplatz in Oberwolfach wieder etwas passieren. Die Anlage wird quasi in drei Teile geteilt, die unterschiedlich genutzt werden sollen. Für den hintersten Teil der Anlage hat die Gemeinde noch keinen endgültigen Plan, sodass die Bürger mitentscheiden dürfen, was sie dort sehen und nutzen wollen. Alle Oberwolfacher haben am 18. Juni zwischen 15 und 18 Uhr die Möglichkeit, sich vor Ort an verschiedenen Ständen zu informieren und ihre Ideen anzubringen, was mit der rund 400 Quadratmeter großen Fläche geschehen soll. Aber auch danach ist es noch möglich, Ideen einzubringen (siehe Info).

Für die anderen beiden Teile des Platzes gibt es bereits Pläne, die Bürgermeister Matthias Bauernfeind im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten vorstellt: Auf dem linken Teil soll ein Stellplatz für Wohnmobile entstehen, die bereits vorhandene Toilettenanlage soll dafür renoviert werden.

Im Gebäude der Wolftalschule wird eine Arztpraxis entstehen, wofür noch weitere Stellplätze auf dem Gelände der Minigolfanlage angedacht sind. Damit alle Patienten und auch die Wohnmobile die Straße neben dem Schulhof nutzen können, muss diese von drei auf fünf Meter verbreitert werden. "Wichtig ist uns, dass die Hecke und die meisten Bäume bestehen bleiben. Auch eine Streuobstwiese soll noch entstehen", erklärt der Bürgermeister.

Für den dritten Teil des Minigolfplatzes sei hingegen noch alles offen. "Von einer Liegewiese bis hin zu einem Mehrgenerationen-Sportparcours ist alles möglich", so Bauernfeind.

Auch Jugendliche werden mit eingebunden

Er freue sich, dass sich bereits fünf Oberwolfacher an der Umfrage beteiligt haben, für die per Zufallsprinzip 30 Bürger ausgewählt wurden. Im zweiten Schritt beschäftigt sich dann im Vorfeld eine Begleitgruppe zu dem Thema und stellt die notwendigen Informationen für die Bürger zusammen.

Auch die rund 180 Oberwolfacher Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sollen ihre Meinungen und Ideen einbringen. Bauernfeind will den Nachmittag gleichzeitig nutzen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und zu hören, wie es ihnen in der Corona-Zeit geht. Ebenfalls werden die Anwohner gegenüber des Minigolfplatzes persönlich eingeladen, um über das Plätzchen vor ihrer Haustüre mitzuentscheiden. Erfahrungsgemäß sei die Beteiligung der Oberwolfacher an solchen Ideenfindungen "eher gut" und der Zusammenhalt sei toll, berichtet Bauernfeind.

"Nachdem hoffentlich möglichst viele Anregungen gegeben haben, wird eine Jury entscheiden, welche Ideen machbar sind. Schlussendlich entscheidet dann der Gemeinderat im Herbst über den angedachten Plan. Wenn alles glatt läuft, wollen wir das Projekt im kommenden Jahr angehen."

Alle Oberwolfacher Bürger können am Freitag, 18. Juni, zwischen 15 und 18 Uhr zu der Tischtennisplatte auf der Wiese hinter der Sporthalle kommen und dort ihre Anregungen anbringen, was mit der 400 Quadratmeter großen rechten Fläche der Minigolfanlage passieren soll. "Wichtig ist, dass es ein Ort der Ruhe und Erholung werden und bleiben soll. Deshalb wären beispielsweise eine Wiese mit Himmelsliegen oder ein generationenübergreifendes Outdoorsport-Angebot denkbar", so Bürgermeister Matthias Bauernfeind. Wer am Tag der Ideenwerkstatt vor Ort keine Zeit hat, kann seine Ideen noch bis zum 30. Juni per Post oder per E-Mail an gemeinde@oberwolfach.de senden.

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