Nach dem Brand in der ehemaligen Drogerie am Hechinger Obertorplatz in der vergangenen Woche hat das Amtsgericht Hechingen nun reagiert.
In dem Gebäude hatte es in der vergangenen Woche in einer Zwischendecke gebrannt, die Polizei hatte den Sachschaden in der Folge im sechsstelligen Bereich angesiedelt.
Ursprünglich hätte das Gebäude am Donnerstag, 5. Juni, ab 8.30 Uhr am Amtsgericht Hechingen zwangsversteigert werden sollen.
Die Zwangsversteigerung der ehemaligen Drogerie Zink am Obertorplatz 15 wurde vom Amtsgericht Hechingen aufgehoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie unsere Redaktion aus dem Amtsgericht erfährt. Inzwischen wurde das Gebäude auch von der Internetseite www.versteigerungspool.de genommen. Dort veröffentlicht das Amtsgericht Hechingen sämtliche Zwangsversteigerungstermine.
Wertgutachten offenbar nicht mehr aktuell
Das Wertgutachten des Gebäudes an der Ostseite des Obertorplatzes ist nach dem Brand mutmaßlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Vor dem Brand wurde der Verkehrswert des sanierungsbedürftigen dreigeschossigen Innenstadtgebäudes auf 360 000 Euro taxiert.
Angestrengt wird die Zwangsversteigerung von der Familie Hahn als Eigentümer des früheren Hotel-Restaurants Klaiber, inzwischen Refugio. Diese will ihr Geld von der Hechinger Immobilenfirma EJL zurück, da für den vereinbarten Kauf des ehemaligen Hotel Klaibers bis heute nicht die vereinbarte Summe geflossen ist.
Zwangsversteigerung der Volksbank bleibt bestehen
Neben der ehemaligen Drogerie „Zink“ soll auch das Gebäude der ehemaligen Volksbank zwangsversteigert werden. Dieser Termin am 5. Juni, ab 10 Uhr bleibt bisher weiter bestehen.
Der Brand in der ehemaligen Drogerie hatte in der vergangenen Woche am Montagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, DRK und Polizei geführt. Die Brandursache ist noch immer unklar, wie Martin Raff, Pressesprecher im Polizeipräsidium Reutlingen, mitteilt. Er verweist abermals darauf, dass derartige Ermittlungen ihre Zeit benötigen.