Jochen Herrmann lebte mit seiner Familie vier Jahre lang in Peru. Was sie dort erlebten, erzählt er beim dritten Herrenabend, Foto: Schwarzwälder-Bote

Dritter Herrenabend dreht sich ums Hilfswerk Lima

Oberreichenbach-Igelsloch. Der dritte Herrenabend, der sich in gemütlicher Runde mit dem Thema Peru im Allgemeinen und dem Kinderwerk Lima im Speziellen befasst, findet am Samstag, 12. März, in Igelsloch statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus.

 

Jochen Herrmann hat keine gewöhnliche Reise hinter sich und demnach viel Spannendes zu erzählen. Beispielsweise was ihn bewegte, mit seiner Familie fast vier Jahre lang nach Peru auszureisen, wie es ihm dort beim Spanischlernen erging und vor allem, was er während seiner Arbeit beim Kinderwerk Lima erlebte.

Vorweg ein paar Anhaltspunkte, um sich die zeitweilige Heimat von Herrmann besser vorstellen zu können: Comas ist ein Distrikt von Lima, der Hauptstadt Perus, und ist mit mehr als einer halben Million Einwohnern das größte Elendsgebiet dieser Stadt. Unzählige Menschen leben dort in Hütten aus Pappe und Blech in menschenunwürdigen Verhältnissen. Vor allem Kinder leiden unter diesen weitreichenden Missständen.

Das evangelische Kinderwerk Lima versucht, gegen diese Not anzukämpfen. Fünfmal wöchentlich versorgt es 11 500 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren aus diesem Elendsgebiet mit Frühstück, bestehend aus einem Becher Milch und einem Vollkornbrötchen.

Die Einrichtung unterhält insgesamt vier Schulen, um dem Bildungsmisstand der Jugend entgegenzuwirken. Eine Schule befindet sich direkt in Lima und ist für 2200 Kinder und Jugendliche ausgelegt. Weitere Bildungseinrichtungen wurden 2010 in der Kleinstadt Huanta sowie in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, und in Santanyi eröffnet.

Herrmann wird ihm Rahmen seines Vortrags weiter auf die Arbeit des Hilfswerkes eingehen. Nach dem Vortrag wird zu einem gemeinsamen Wurstsalatvesper eingeladen. Die Bewirtung erfolgt auf Spendenbasis, den Überschuss erhält das Kinderwerk Lima, das durch weitere Projekte auch in Zukunft den Kindern in Peru eine schulische Ausbildung sichern möchte.