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Oberreichenbach Neuer alter Pfarrer ist eingesetzt

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Dekan Erich Hartmann (rechts) setzt vor den Kirchengemeinderäten aus den Gemeinden Oberkollbach, Igelsloch und Würzbach Pfarrer Andreas Haller in sein neues Amt ein. Foto: Biermayer Foto: Schwarzwälder Bote

Es kommt ja öfters vor, dass in einer Kirchengemeinde ein neuer Pfarrer eingesetzt wird. Seltener ist jedoch, dass dies auch der alte ist. Dies passierte Andreas Haller am Wochenende in Oberkollbach. Grund hierfür ist der neue Sitz der Pfarrstelle.

Oberreichenbach-Oberkollbach. Knapp 70 Gläubige waren am Sonntag in die evangelisch Johanniskirche nach Oberkollbach gekommen. Es war ein besonderer Gottesdienst. Denn neben der Investitur von Pfarrer Andreas Haller wurden auch die neuen Kirchengemeinderäte eingesetzt sowie die alten verabschiedet.

"Das ist alles ein bisschen schräg", meinte der zum feierlichen Anlass nach Oberkollbach gekommene Dekan Erich Hartmann zu den Gläubigen. Eigentlich habe er Haller schon vor fünf Jahren eingesetzt. Da allerdings in Würzbach. Die Landeskirche habe sich damals entschieden, die Pfarrstelle in Oberkollbach aufzulösen und nach Würzbach zu verlegen.

Einige Veränderungen in der Pfarrstelle

Zu dieser damals neu geschaffenen Pfarrstelle gehörten die Kirchengemeinden Igelsloch, Würzbach und Oberkollbach. Allerdings haben sich in der Pfarrstelle in den vergangenen Jahren einige Veränderungen ergeben. So wurde beispielsweise das Pfarrhaus in Würzbach verkauft. Auch deshalb machten sich die Kirchengemeinderäte dafür stark, die Pfarrstelle in Oberkollbach wieder zu errichten und den Pfarrer für die drei Kirchengemeinden dort anzusiedeln. Letztendlich setzten sich die Kirchengemeinderäte durch. In der Praxis ändert sich jedoch nicht viel. Oder wie Dekan Hartmann zu dem etwas unübersichtlichen hin und her meinte: "Verstanden? Nein? Macht nix." Hartmann bat die Gläubigen scherzhaft, ihren Pfarrer nicht noch ein paar Mal hin und her zu schieben.

Haller solle doch lieber noch 20 oder 30 Jahre hier bleiben. Es folgte die Frage an die Kirchengemeinderäte, ob sie ihren "neuen" Pfarrer akzeptieren, was diese bejahten, und das Gelöbnis Hallers.

Der in Sindelfingen geborene und in Gärtringen und Hildrizhausen aufgewachsene Haller ist Vater von fünf Kindern und seit knapp 20 Jahren im Pfarrdienst tätig. Seit 2013 ist er im Kirchenbezirk Calw. Zuerst in Altburg und Oberreichenbach als Vertretung eingesetzt, trat er dann schließlich seine fünfte Pfarrstelle in Würzbach und nun Oberkollbach an. In seiner anschließenden Predigt nahm Hartmann Bezug auf Petrus. Auch dieser habe oft seine Komfortzone verlassen und Grenzen überschritten, wie beispielsweise mit dem Besuch beim nichtjüdischen Hauptmann Cornelius. Petrus habe dies stets in der Gewissheit getan, dass egal, wo er hinginge, Gott schon da sei. "Es gibt also kein Grund für eine Angst vor dem Fremden", sagte Hartmann in Bezug auf die heutige multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft. Man solle zwar Probleme klar benennen aber sich auch gewiss sein, dass Gott überall gegenwärtig sei.

Dank für Einsatz und Engagement

Am Sonntag wurde nicht nur Pfarrer Haller eingesetzt, sondern auch drei neu gewählte Kirchengemeinderäte. Petra Steininger, Yvonne Beck und Armin Burkhardt stoßen zu den bereits im Gremium sitzenden Kirchengemeinderäten Karin Maisenbacher und Patrick Pfeiffle sowie der Kirchenpflegerin Iris Roller. Auch die drei neuen Amtsträger legten ihr Gelöbnis ab.

Außerdem wurden zwei Kirchengemeinderäte verabschiedet, welche dem Gremium in Zukunft nicht mehr angehören werden. Zum einen verlässt Emmanuel Frank nach sechs Jahren das Gremium. Pfarrer Haller dankte ihm für seinen Einsatz und sein Engagement.

36 Jahre tätig, davon 18 Jahre als Vorsitzende

Zum anderen wurde Agathe Heilemann verabschiedet. 36 Jahre vertrat sie die Gläubigen in Oberkollbach, davon 18 Jahre als Vorsitzende. "Davon habe ich knapp sechs Jahre miterlebt", blickte Haller zurück. Er bedankte sich bei Heilemann, die auch langjährige Mesnerin war, für deren "besonderes Engagement". Sie habe viele Stärken und sei eine Säule der Gemeinde.

Patrick Pfeiffle bedankte sich im Namen des Kirchengemeinderates. Er selbst sei noch nicht einmal geboren gewesen, als Heilemann ihr Amt antrat. Sie habe stets alle Fäden in der Hand gehalten und viele Entwicklungen begleitet. "Für die Kindergartenkinder ist sie sogar die Frau, der die Kirche gehört", scherzte Pfeiffle. Dies zeige, welche Wichtigkeit sie in der Gemeinde habe. Dekan Hartmann sprach im Namen der Landeskirche seinen Dank aus. Heilemann war sichtlich gerührt von den vielen Danksagungen. Sie bedankte sich ebenfalls für die tolle Zeit und den Helfern über die Jahre.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter Leitung von Agnes Haffner, begleitet von Bernhard Leitz am Klavier. Leitz spielte zudem noch die Orgel und Haffner die Querflöte.

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