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Oberreichenbach Kistner: "Das schönste Haus der Gemeinde"

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Das alte Rathaus in Igelsloch wird derzeit saniert.Foto: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Die Sanierungen im alten Rathaus des Oberreichenbacher Ortsteils Igelsloch sind weitestgehend abgeschlossen. Man werde sogar früher fertig als geplant. Die Eröffnung wird allerdings noch auf sich warten lassen.

Oberreichenbach-Igelsloch. Das Igelslocher Rathaus wird sich optisch von außen nicht allzu sehr verändern. Umso mehr wurde im Inneren restauriert und modernisiert. "Es wurde alles saniert", sagt der Oberreichenbacher Bürgermeister Karlheinz Kistner im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei den Arbeiten wurden neue WC-Anlagen eingebaut. Das Dach, Fenster und Dämmungen wurden allesamt erneuert. Auch die Küche – die einst eine Schulküche war – wurde saniert. Dort wird es künftig einen zweiten Herd geben. Veranstaltungen, bei denen man sich zum gemeinsamen Kochen und Backen trifft, soll es laut Kistner künftig weiterhin geben. "Auf den einen zusätzlichen Herd kam es bei den Kosten nicht an", erklärt er. "Es wird ein wunderwunderschönes Haus werden. Das schönste (öffentliche) Haus, das die Gemeinde hat", freut er sich. Im Nachhinein betrachtet habe die Sanierung "wirklich Sinn gemacht. Es wird schick", fügt Kistner an.

Zusätzlich vermutet er, dass es das erste Gebäude der Gemeinde mit einem richtigen Lastenaufzug sein wird. Dieser ist bereits eingebaut. Da dieser eine spezielle Plattform besitzt, soll er nur durch eingewiesene Personen genutzt werden. Die Einweisung habe bereits stattgefunden. Der hintere von zwei Eingängen ist barrierefrei. Sollte nun ein Rollstuhlfahrer diesen Eingang nutzen, könne dieser laut Kistner die Klingel betätigen. Daraufhin würde beispielsweise eine Mitarbeiter der Bücherei zur Abholung in das Erdgeschoss kommen und den Besucher mit dem Aufzug hochfahren. Die Bücherei habe laut Kistner etwa 5000 Medien. "Es gibt dort auch ganz neue und hochaktuelle Werke", fügt er an.

Die Kosten wurden drei bis vier Prozent überschritten. Die Sanierungskosten liegen bei mehr als 900 000 Euro, würden die Million aber nicht erreichen. Ein Dank ging auch an die Kollegen im Gemeinderat. Dieser habe stets bei verschiedensten Bauvorhaben und Sanierungen die Empfehlungen immer mitgetragen. Auch bei der Auswahl der Farben für das Innere des Igelslocher Rathauses ist sich Kistner sicher, dass man gemeinsam die richtigen Farben gewählt habe.

Was die geplante Ladestation für Elektroautos angeht, hatte der Bürgermeister ebenfalls positive Nachrichten. Das Fundament werde gebaut. Künftig soll am alten Rathaus dann auch eine Ladesäule aufgestellt werden. Diese werde vom Wirtschaftsministerium gefördert. Somit kommt man dem Ziel – in jedem Ortsteil über eine solche Station zu verfügen – einen großen Schritt näher.

Konflikte mit Denkmalschutz

Kuriose Geschichten hatte der Bürgermeister ebenfalls parat. So kam es bei der Fenster- und Dachziegelauswahl zu Konflikten mit dem Denkmalschutz. "Wir wollten weiße Fenster", sagt Kistner. Als dieser Wunsch verwehrt wurde, grub man alte historische Bücher aus. "Darin waren Bilder von der damaligen Einweihung. Da konnte man erkennen, dass die Fenster weiß und nicht braun waren", erklärt er. Auf historische Bilder hat man auch verwiesen, als der Denkmalschutz auf Biberschwanzziegel – abgerundete Ziegelsteine – beharrte. So konnte man sich auch dabei durchsetzen. Das Rathaus wird daher weiße Fenster und ein Pfannendach haben.

Zur Eröffnung konnte Kistner noch keine Aussage treffen. Aufgrund der aktuellen Lage müsse das Einweihungsfest verschoben werden.

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