Ilona Paris-Böckle ist nicht nur Mehrfach-Blutspenderin, sondern sie engagiert sich auch regelmäßig beim DRK-Ortsverein Calw. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Ilona Paris-Böckle spendet 100 Mal Blut und engagiert sich beim DRK

Oberreichenbach/Calw (sst). Sage und schreibe 100 Mal hat Ilona Paris-Böckle bislang Blut gespendet. "Wenn ich gesund bin, kann ich doch spenden", stellt sie bescheiden fest. Und dann erzählt sie, sie habe erst spät mit regelmäßigem Blut spenden begonnen, aber die jährlich möglichen vier Mal dann auch genutzt. Männer dürfen im Gegensatz zu Frauen sechs Mal im Jahr von ihrem Blut jeweils einen halben Liter abgeben.

Da es Zeit braucht, um die Eisenreserve im Blut wieder anzureichern, sollten zwischen den einzelnen Entnahmen zwei Monate Pause liegen. Und da Frauen durch ihre Menstruation eine zusätzliche Belastung in Bezug auf diesen Faktor haben, ist die Anzahl möglicher Blutspenden reduziert. Paris-Böckle stellte bereits 50 Liter Blut für andere Menschen zur Verfügung.

Allseits als treue Seele geschätzt

Aber sie teilt nicht nur ihren Lebenssaft. Vielmehr sieht man die 56-Jährige regelmäßig bei den Blutspende-Aktionen, die der Ortsverein Calw des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Hesse-Stadt mit ihren Ortsteilen sowie in Althengstett organisiert. "Sie ist für uns eine treue Seele, die immer mithilft", resümierte Bereitschaftsleiterin Carmen Blaich zum ehrenamtlichen Engagement von Paris-Böckle.

Vor allem in der Küche bringt sie sich ein, wenn es darum geht, Vesper für die Blutspender zuzubereiten. Beim Küchendienst kann Paris-Böckle auf ihre berufliche Erfahrung im Versorgungszentrum des Klinikverbunds Südwest zurückgreifen.

"Ich wollte in meiner Freizeit etwas machen, mit dem ich anderen helfen kann", erinnert sich die Mutter einer erwachsenen Tochter an ihre Initiative. Vor 30 Jahren trat sie dem DRK Calw bei, absolvierte die Sanitäter-Ausbildung und ist seither eine feste Größe in dem Ortsverein.

Ihr Blut spendete sie schon vorher und verknüpfte mit dem Engagement beides. Das hat sie auch noch weiterhin vor, zumal die Altersgrenze auf 68 Jahre erhöht wurde und das Spenden mit ärztlicher Zustimmung bis zum 73. Geburtstag möglich ist.