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Oberreichenbach Die Zeit der Proben ist noch nicht vorbei

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Beim neuen Stück des Würzbacher Bauerntheaters geht es auch im Büro des Bürgermeisters hoch her. Foto: Buck Foto: Schwarzwälder Bote

Beim Würzbacher Bauerntheater ist die Premiere des neuen Stücks gut gelaufen. Doch die Probenarbeit geht weiter, zahlreiche Auftritte folgen noch. Für die Theatergruppe schon längst Routine – auch wenn neue Spieler dazugekommen sind.

Oberreichenbach-Würzbach. Die Premiere ist vorbei, doch damit die Arbeit keineswegs. Das Würzbacher Bauerntheater startete kürzlich in die neue Theatersaison. Und das bei ausverkauftem Haus. Die über die Grenzen Oberreichenbachs hinaus bekannte Gruppe hat auch in diesem Jahr neue Schauspieler hinzugewonnen, sodass wieder ein rasantes Stück mit zehn Rollen auf die Beine gestellt wurde. Doch es sind nicht nur zehn, sondern 22 Leute im Hintergrund, da einige Rollen doppelt besetzt sind. Regisseur Wolfgang Pfrommer erklärt den Aufwand wie folgt: "Unser Publikum rechnet ja mit uns, wir können nicht sagen, wenn hier die Hütte voll ist, wir spielen nicht." Deshalb seien einige Rollen doppelt belegt – aber auch nicht alle. Bisher hatte man aber immer Glück, erklärt Pfrommer. Seine Schauspielkollegen klopfen nach diesen Worten eifrig auf die hölzerne Bühne – hoffentlich bleibt das so, ist der Tenor.

In diesem Jahr ist das Würzbacher Bauerntheater mit dem Stück "Das 100-jährige Vereinsjubiläum" in die neue Saison gestartet. So alt ist der Würzbacher Theaterverein zwar noch lange nicht, aber man kann das Vereinsjubiläum schon mal proben. Im diesjährigen Stück geht es um Bürgermeister Karl-Friedrich Schäuffele, der gemeinsam mit seinen beiden Freunden, dem Wirt und dem Bestatter, den Festverlauf zum 100-jährigen Jubiläum des örtlichen Radfahrvereins genauestens plant.

Einen Souffleur gibt es in Würzbach nicht

Doch Selbstherrlichkeit, Intrigen, Liebeleien, Vetterleswirtschaften und eine saubere Portion Selbstvertrauen bringen das Vorhaben an den Rand des Scheiterns. Ob und wie das Jubiläum dann doch noch zustande kommt, erfährt man aber erst bei einem Besuch im Theaterhaus. Dabei bekomme man, so Pfrommer, ein ganzes Paket von Sektempfang bis Hefekranz und eigener Musikgruppe. Doch die Hauptattraktion ist natürlich das Theaterstück selbst – das stammt ursprünglich aus der Feder von Peter Landstorfer und wurde von Pfrommer passend umgeschrieben. Damit das Stück läuft, wird wie wild geprobt – denn auch untereinander müssen im Zweifelsfall die Rollen getauscht werden.

"Deshalb haben wir vor der Premiere zwei Wochen lang jeden Abend geprobt. Jetzt zwischen Start und den weiteren Auftritten proben wir auch noch mal", verdeutlicht Pfrommer den immensen Aufwand. Außerdem müssen die Akteure allesamt textsicher sein. "Wir haben nämlich keinen Souffleur", gewährt der Ehrenvorsitzende einen Einblick hinter die Kulissen und schiebt nach: "Wenn einer hängt, muss er schauen, wie er da wieder rauskommt."

Bei den "alten Hasen" in der Theatergruppe sei die Improvisation meist kein Problem, meint er und blickt auf Werner Hölzle, der ebenfalls schon lange dabei ist und zur Not improvisieren kann. "Im Zweifel reicht aber auch ein Stichwort", meint Pfrommer. Hölzle hat übrigens eine direkte Verbindung zum Stück, das sich ja um das Jubiläum des Radfahrvereins Würzbach dreht.

"Mein Vater war da einst dabei", erklärt Hözle am Rande. Den Radfahrverein gab es tatsächlich im Jahr 1918 in Oberreichenbach, ist also keine erfunden Geschichte. Im Stück gehe es auch viel um Politik, kommunale vor allem. "Die Politiker, die uns besuchen, werden alle mal durch den Kakao gezogen", lacht Pfrommer. Ganz gleich ob das Landrat Helmut Riegger, Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU) oder auch diverse Landtagsabgeordnete seien.

Im Rampenlicht stehen bei den Aufführungen aber nicht die anwesenden Politiker und Ehrengäste, sondern die Darsteller selbst. Dafür sorgt auch die neue Beleuchtungsanlage, die das Theaterstück in bestes Licht rücken soll. "Das 100-jährige Vereinsjubiläum" ist laut Pfrommer schätzungsweise das bereits 86. Theaterstück, dass vom Würzbacher Bauerntheater aufgeführt wird: "Wir spielen ja schon seit 1962 und haben seitdem mehr als 1200 Aufführungen hinter uns."

Nachwuchsprojekt mit Wimbergschule

Um die 80 oder mehr Schauspieler hätten seitdem mitgewirkt. Und auch für Nachwuchs ist gesorgt. Denn die Jugendgruppe, die in Kooperation mit der Werkrealschule auf dem Calwer Wimberg entstanden ist, tritt an den Theaterabenden vor der großen Gruppe auf. "Ein Stück geht 15, das andere 25 Minuten lang", sagt Pfrommer. Doch bevor der Nachwuchs bei den "großen" Darstellern auf der Bühne ist, dauert es noch eine Weile. Bis dahin werden weitere Auftritte zu den bereits mehr als 1200 absolvierten hinzukommen.

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