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Oberreichenbach "Das Haus hat Flair, Stil und Charme"

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Das Rathaus in Oberreichenbachs Ortsteil Igelsloch erstrahlt wieder in altem Glanz.Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder Bote

Das Ziel ist in Sicht. Das Rathaus in Igelsloch ist quasi fertig. Das verkündete Bürgermeister Karlheinz Kistner nun auch dem Gemeinderat freudestrahlend. Eine wegen Corona verschobene Einweihungsfeier wird irgendwann freilich nachgeholt.

Oberreichenbach-Igelsloch. Die Sanierung des Rathauses Igelsloch nähert sich dem Ende. Für eine letzte Maßnahme gab der Gemeinderat kürzlich grünes Licht. Brutto knapp eine Millionen Euro flossen in das Projekt.

Im April 2018 erhielt Oberreichenbach als Schwerpunktgemeinde die Zusage für eine Förderung über das ELR. "Uns war klar, das Fördervolumen ist endlich", erklärt Bürgermeister Karlheinz Kistner. Jährlich wird von der Gemeinde eine Prioritätenliste mit Projekten eingereicht. Und in Oberreichenbach standen zwei ganz oben: das Rathaus Igelsloch und das Gemeindehaus der Kirchengemeinde in Würzbach.

Kirchengemeinde hat Pfarrhaus veräußert

Die Kirchengemeinde hatte ihr Pfarrhaus veräußert, aber noch keinen Ersatz. Als Übergangslösung diente das Rathaus in Würzbach. Keine ideale Lösung. "Wir wussten, die Kirchengemeinde hat nur dann die Chance, das Haus zu bauen, wenn wir es schaffen, dass sie Fördermittel bekommt", so Kistner. Immerhin würde das einen Zuschuss über 50 Prozent der Nettokosten bedeuten. Also sollte das Vorhaben möglichst auf Platz eins der Prioritätenliste stehen.

Das Rathaus Igelsloch war im ersten Jahr der Beantragung bereits nicht bewilligt worden. Im zweiten Jahr kam das Projekt der Kirchengemeinde dazu. Also was jetzt? Zuvor hatte die Verwaltung über die Reihenfolge entschieden, diesmal ging man mit der Sache in den Gemeinderat. Das Gremium entschied einstimmig, der Kirchengemeinde den Vorzug zu geben und den Neubau auf Platz eins zu setzen, auf Platz zwei kam das Rathaus Igelsloch. "Wohlwissend, dass vermutlich nur ein Projekt gefördert wird und das Rathaus dann ein Jahr später an die Reihe kommt", erinnert sich der Bürgermeister. Im April 2018 kam dann die frohe Kunde: Beides wurde bewilligt. Noch im selben Jahr konnte mit dem Rathaus in Igelsloch begonnen werden, die Hauptarbeiten wurden 2019 geleistet. "Mit ›Wir‹ kommst du weiter", betont der Rathauschef. Das Igelslocher Rathaus wurde 1906 nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Eine Ortsverwaltung gibt es hier schon lange nicht mehr, stattdessen dient es als Wohnraum, Bücherei, Bürgersaal und Archiv. Etwa die vergangenen 30 Jahre wurde das Bauwerk nicht mehr saniert.

Innen ist nahezu alles neu gemacht

Inzwischen sind die meisten Arbeiten abgeschlossen: ein neues Dach, neue Fenster, eine neue Pellett-Heizung, eine neue Küche, angemessene Sanitäranlagen, neue Bodenbeläge und neue Elektro-Installationen. Dank eines Aufzugs ist der Zugang nun barrierefrei. Die beiden unterschiedlichen Höhen im Erdgeschoss – mit einer Differenz von fast einem halben Meter – sind daher auch kein Problem mehr. Einzig noch ausstehend ist die Sanierung der Fugen zwischen den Back- und Buntsandsteinen.

Derzeit liegt man noch unter der Kostenberechnung, bis aber alles endgültig durch ist, wird man ziemlich sicher leicht darüber liegen, schätzt Kistner. Der Gemeinderat hat dafür sein Okay gegeben. 50 Prozent der Nettokosten werden gefördert, das entspricht rund 382 000 Euro.

Bürgerschaft von Anfang an eingebunden

Wie bei allen Objekten, die gerade gemacht werden, war die Bürgerschaft von Anfang an eingebunden. Vor der Ratsentscheidung fanden Bürgerworkshops statt, anschließend wurde ein Arbeitskreis (AK) ins Leben gerufen. Hier wurde beispielsweise besprochen, ob der Boden im Erdgeschoss aufgefüllt werden soll. Der Gemeinderat habe die Empfehlungen des AK eins zu eins umgesetzt.

Die geplante Einweihungsfeier musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. "Wir werden irgendwann, irgendwas, irgendwie nachholen", meint Kistner lachend. Geplant werden könne eben erst, wenn in Sachen Corona-Vorschriften eine gewisse Sicherheit da ist. Aber so oder so kann sich das Ergebnis sehen lassen. "Super", meint Kistner begeistert. "Das wird das schönste Haus der Gemeinde Oberreichenbach, die Farbkomposition ist sehr gelungen, das Haus hat Flair, hat Stil, hat Charme."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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